Jahrgang 38, No. 12/2009(Dezember)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Originalarbeit
Automatisches Blutvolumenmonitoring – klinischer Nutzen oder Spielzeug?
R.E. Winkler, Th. Sicker und P.G. Ahrenholz
Abstract
R.E. Winkler1, Th. Sicker2 und P.G. Ahrenholz3
1Praxisverbund für Dialyse und Apherese, Rostock, 2Gambro Hospal GmbH, Gröbenzell, 3BioArtProducts GmbH, Rostock
Hintergrund: In den letzten 15 Jahren wurde die Dialysetechnologie relevant verbessert. Die Einführung der High-flux-Dialyse (Siebkoeffizient für beta2-Mikroglobulin >= 0,6), das Verwenden ultrapuren Dialysewassers, der Einsatz biokompatibler, synthetischer Membranen, die Möglichkeit der Indikation zur online Hämodiafiltration eröffneten verbesserte Möglichkeiten der Durchführung einer adäquaten Hämodialysetherapie. Zunehmendes Alter, steigende Zahl von Patienten mit einem Diabetes mellitus und Sekundärkomplikationen der Grunderkrankungen wie Arterio- und Atherosklerose, diabetische Neuropathie mit eingeschränkten kardiovaskulären Reaktionen auf Ultrafiltration zwangen zu weiteren Überlegungen, die Dialysetherapie individuell, schonend und effektiv zugleich durchführen zu können. Die Medizintechnik entwickelte Module, die den gegebenen Anforderungen gerecht werden sollten. Natrium- und Ultrafiltrationsprofile dienen der Verbesserung der Blutdruckstabilität während der Behandlung. Durch die kontinuierliche Messung der Dialysespülflüssigkeits-Leitfähigkeit und einer in bestimmten Zeitabständen erfolgenden, kurzfristigen Änderung der Konduktivität ist es möglich, die Dialysance von Natrium zu messen. Da sich Natrium und die inerte Substanz Harnstoff in ihrem Eliminationsverhalten ähneln, kann man über die Dialysance von Natrium auf die Dialysedosis (Entfernung von Harnstoff) schließen. Zusätzlich ist es möglich, die entfernte Natriummenge zu bestimmen und eine Endkonzentration von Natrium im Plasma des Patienten festzulegen. Energetische, thermische Gesichtspunkte des Gleich-/Ungleichgewichts zwischen Blut- und Dialysattemperatur (Bluttemperaturmonitoring, BTM, FMC GmbH Deutschland) wie auch Aspekte der Änderung des Blutvolumens unter Ultrafiltration (Blutvolumenmonitor, BVM, FMC GmbH Deutschland, Haemomaster, Nikkiso Co. Ltd., Japan, Hemocontrol, Hospal, Belgien) wurden in die Betrachtung einer kompatiblen Dialysesitzung einbezogen. Funktioniert die Regelung des Blutvolumens im BVM ausschließlich über die Ultrafiltration, so werden bei Haemomaster und Hemocontrol Ultrafiltrations- und Leitfähigkeitsänderungen zur Stabilisierung des Blutvolumens genutzt. Ziel all dieser Module ist das komplikationslose Erreichen eines Zieloptimalgewichts ohne Komplikationen wie Muskelkrämpfe und/oder hypotensive Episoden. Eine prospektive, deskriptive Studie untersuchte die Effekte eines Blutvolumenmonitorings mit Ultrafiltrations- und Leitfähigkeitsregelung (Hemocontrol, Hospal, Belgien) an kardiovaskulär instabilen Patienten mit einem Diabetes mellitus.Correspondence to:
Dr. med. Roland E. Winkler, PhD, M.B.A.
Praxisverbund für Dialyse und Apherese Rostock
Department Nord
St.-Petersburger Straße 18c
D-18107 Rostock
Email: winkler@praxisverbund-rostock.de
Leitlinie
Leitlinie Magnesium und Diabetes
B. von Ehrlich, M. Barbagallo, H.G. Classen, F. Guerrero- Romero, K. Kisters, M. Rodriguez- Moran, J. Vormann, A. Weigert und W. Vierling
Abstract
B. von Ehrlich, M. Barbagallo, H.G. Classen, F. Guerrero- Romero, K. Kisters, M. Rodriguez- Moran, J. Vormann, A. Weigert und W. Vierling
Kasuistik
Zur Therapie des sekundären Hyperparathyreoidismus – ein “Behandlungsschema” aus der Praxis
M. Scholl
Abstract
M. Scholl
Dialyse Mühlhausen
Der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT) stellt bei niereninsuffizienten Patienten eine häufige Begleiterscheinung dar, die – ausgelöst durch eine mangelnde Vitamin-D-Rezeptor-Aktivierung – bereits in den frühen Stadien der chronischen Nierenerkrankung entsteht. Wichtig ist, diesem Prozess frühzeitig durch therapeutische Interventionen Einhalt zu gebieten. Verschiedene Therapieoptionen mit unterschiedlichen Wirkungs-, Nebenwirkungs- und nicht zuletzt auch Kostenprofilen stehen dafür zur Verfügung: nichtselektive Vitamin-D-Rezeptor-Aktivatoren (z.B. Calcitriol), selektive Vitamin-D-Rezeptor-Aktivatoren (Paricalcitol) und Calcimimetika. Unter Beachtung der medizinischen Notwendigkeit einerseits sowie der gesundheitsökonomischen Zwänge andererseits wurde ein “Behandlungsschema” für die Behandlung von Dialysepatienten mit sHPT entwickelt und in der Praxis erprobt, das eine hilfreiche Richtschnur für eine effektive und gleichzeitig kostenbewusste sHPT-Therapie darstellen kann.Correspondence to:
Dr. med. M. Scholl
Gemeinschaftspraxis im Dialysezentrum
Martinistraße 23
D-99974 Mühlhausen/Thüringen
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