Jahrgang 37, No. 4/2008(April 2008)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Laudatio
Professor Dr. Hans-Eduard Franz 80 Jahre
F. Keller
Übersichten
Renovaskuläre Hypertonie – medikamentös oder invasiv therapieren?
J.H. Rosenthal
Abstract
J.H. Rosenthal
Dartmouth College, Hanover, NH, USA
Renovaskuläre Hypertonie als Folge einer Nierenarterienstenose, häufig atherosklerotisch bedingt, stellt ein komplexes pathophysiologisches Geschehen dar, an dem das Renin-Angiotensinsystem maßgeblich beteiligt ist. Da auch bei einseitiger Nierenarterienstenose beide Nieren bei der chronischen Aufrechterhaltung des Hochdrucks eine Rolle spielen, ergeben sich therapeutische Probleme in der Entscheidungsfindung, ob Angiographie (mit Stent) oder medikamentöser Therapie (Angiotensin-Rezeptorblocker/ACE-Hemmer) der Vorzug zu geben ist. Zur Klärung dieser Frage läuft seit 2004 (bis 2010) die prospektive Langzeit-CORAL- (Cardiovascular Outcomes in Renal Atherosclerotic Lesions) Studie. Sie soll Aufschluss über den Stellenwert von medikamentöser Therapie mit Stenteinsatz vs. alleiniger medikamentöser Therapie bei signifikanter Nierenarterienstenose geben.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J.H. Rosenthal
Adj. Faculty, Dartmouth College
PO Box 346
Falmouth, MA 02541, USA
Email: roserjh@verizon.net
Übersichten
Renale Transportproteine für organische Anionen und ihre Bedeutung für die Ausscheidung von Pharmaka
J. Steffgen
Abstract
J. Steffgen
Abteilung Klinische Forschung, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG,
Biberach an der Riss
Transportsysteme für organische Anionen (OA) nehmen eine essentielle Rolle in der Elimination von Toxinen und Pharmaka ein. Zudem regeln sie Aufnahme und Efflux vieler endogener Anionen. In der Niere sind diese Transporter im proximalen Tubulus, in der basolateralen und in der luminalen Membran lokalisiert. OAT1 und OAT3 sind die wichtigsten Transporter für die Aufnahme organischer Anionen an der basolateralen Membran. Des weiteren erfolgt eine Aufnahme durch OAT2, OATP4C1, sowie SAT-1. MRP5 und MRP6 schleusen OA aus der Zelle in das Interstitium. In der luminalen Membran werden OA durch MRP2 und MRP4 aber auch OAT4, URAT1 und NPT1 in das Tubuluslumen sezerniert und können durch OATP1A2 und URAT1 rückresorbiert werden. Es besteht eine erhebliche interindividuelle Variabilität in der Expression einzelner Transporter. Geschlechtshormone, Nahrungszusätze, aber auch die Anhäufung von Urämietoxinen in der chronischen Niereninsuffizienz beeinflussen deren Aktivität und somit auch die Elimination von Pharmaka.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Steffgen
Abteilung Klinische Forschung
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Birkendorfer Straße 65
D-88397 Biberach an der Riss
Email: juergen.steffgen@boehringer-ingelheim.com
Übersichten
Der ältere Dialysepatient
C. Grupp
Abstract
C. Grupp
III. Medizinische Klinik, Klinikum der Sozialstiftung Bamberg
Die Zahl älterer Dialysepatienten ist in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen, derzeit haben über 2/3 der neu dialysepflichtig gewordenen Patienten ein Alter von über 65 Jahren. Bei diesen stehen als Ursache für das Nierenversagen Schädigungen der Gefäße beispielsweise aufgrund eines Diabetes mellitus oder eines arteriellen Hypertonus im Vordergrund. Ein wichtiges Problem stellt in dieser Patientenpopulation die Malnutrition dar, die mit einer erhöhten Mortalität assoziiert ist. Bei drohender Dialysepflicht sollte möglichst frühzeitig ein Nephrologe bei der Auswahl des Dialyseverfahrens unter Berücksichtigung der individuellen Begleitfaktoren miteinbezogen werden. Auch bei älteren Dialysepatienten ist die Eignung für eine Nierentransplantation in Betracht zu ziehen.Correspondence to:
PD Dr. med. C. Grupp
III. Medizinische Klinik
Klinikum der Sozialstiftung Bamberg
Bugerstraße 80
D-96049 Bamberg
Email: cgrupp@gwdg.de
Übersichten
IgA-Nephritis
S. Yildirim, U. Winkler und F. Keller
Abstract
S. Yildirim, U. Winkler und F. Keller
Sektion Nephrologie, Klinik für Innere Medizin I, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum Ulm
Hintergrund: Die Behandlung der IgA-Nephritis (IgAN) wird infolge der unsicheren Prognose kontrovers gehandhabt. Es werden drei verschiedene Verlaufsformen der IgAN unterschieden: benigne Mikrohämaturie (70% der Fälle), langsam aber stetig progrediente IgAN (25%) und rapid progressive extrakapillär proliferative IgAN (5%). Umstritten ist die Therapie der progredienten IgAN, die gekennzeichnet ist durch einen Verlust der GFR (glomerulären Filtrationrate) von 2 bis 3 ml/ min pro Monat. Evidenzlage: Vier kontrollierte Studien zur Therapie der progredienten IgAN mit ACE-Hemmern zeigen eine Verlangsamung, aber kein Aufhalten des GFR Verlustes und auch nur bei Patienten mit einem Alter < 40 Jahre und einer GFR > 60 ml/min. Neben zahlreichen unkontrollierten gibt es zwei kontrollierte Studien mit Immunsuppression, die einen signifikanten Nutzen dieser Therapieform (mit Steroidpulsen oder p.o. Cyclophosphamid) nachweisen. In weiteren vier kontrollierten Studien zeigte jedoch Mycophenolat keinen Effekt auf den Nierenfunktionsverlust – allerdings ohne Co-Medikation mit Steroiden und ohne vorausgehende Induktionstherapie. Laufende Studien: In der STOP-IgAN-Studie wird ACE-Hemmertherapie mit Immunsuppression verglichen. Unsere multizentrische MIgAN-Studie ist konzipiert für die trotz ACE-Hemmereinnahme weiterhin progrediente IgAN mit einer GFR < 60 ml/min (Serumkreatinin > 130 mmol/l). Unsere Hypothese lautet, dass bei der progredienten IgAN nach einer vorausgegangenen Induktionstherapie mit Steroidpulsen oder Cyclophosphamid + Steroidpulsen eine langfristige immunsuppressive Erhaltungstherapie mit Mycophenolat + Prednisolon zusätzlich zur Standardtherapie wirksamer ist als die Standardtherapie mit ACE-Hemmern alleine.Correspondence to:
Prof. Dr. med. F. Keller
Sektion Nephrologie
Klinik für Innere Medizin
Zentrum für Innere Medizin
Universitätsklinikum Ulm
Robert-Koch-Straße 8
D-89070 Ulm
Email: frieder.keller@uni-ulm.de
Übersichten
Seltene bakterielle Peritonitiden bei Patienten unter Peritonealdialyse
U.W. Rothenpieler
Abstract
U.W. Rothenpieler
KfH Nierenzentrum, Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V., Stiftungskrankenhaus Nördlingen
Wir berichten hier über zwei seltene Fälle einer Peritonitis: einmal verursacht durch einen sehr seltenen Keim (Rhizobium radiobacter) sowie durch eine selten vorkommende Leckage des Überleitungssystems bei einem anderen Patienten. Im ersten Fall konnte aufgrund der rekurrenten Infektion bei gleicher bakterielle Species keine Heilung erreicht werden, erst die Katheterentfernung brachte den Heilungserfolg. Im zweiten Fall kam es zur sekundären Besiedelung des Dialysats durch die Leckage (Staphylococcus saprophyticus). Eine Infektionskontrolle konnte trotz intermediären Erregerwechsels (Staphylococcus epidermidis) erreicht werden. Eine danach durchgeführte endoskopische Laparaskopie zeigte keine weitere Beeinträchtigung des Bauchfells durch die Infektion, somit wurde der Katheter in situ belassen.Correspondence to:
Dr. med.U.W. Rothenpieler
Stoffelsberg 4
D-86720 Nördlingen
Email: Uwe.Rothenpieler@kfh-dialyse.de
Serie
Blick in die Fachliteratur
Prof. Dr. med. M. Rambausek, Heilbronn
Abstract
Prof. Dr. med. M. Rambausek, Heilbronn
Serie
Mitteilung
Dr. med. Martina Berthold
Abstract
Dr. med. Martina Berthold
Serie
Preisausschreibungen