Jahrgang 35, No. 6/2006(Juni 2006)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Leitlinien
Kodierleitfaden Nephrologie – Version 2006
A. Kribben und P. Lütkes
Abstract
A. Kribben und P. Lütkes
Serie
Blick in die Fachliteratur
Übersicht
Konsequenzen der Spätzuweisung des alten Patienten zum Nephrologen – frühzeitige Überweisung rettet Patientenleben
V. Schwenger
Abstract
V. Schwenger
Sektion Nephrologie, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
n Deutschland weist der alte Patient > 75 Jahre die höchste Inzidenz zur Nierenersatztherapie auf. Oftmals werden Patienten zu spät zum Nephrologen überwiesen. Insbesondere der alte Patient > 75 Jahre ist von der Spätzuweisung überproportional betroffen. Diese ist unter anderem assoziiert mit deutlichem Verlust der Lebensqualität, höheren Behandlungskosten, höherer Morbidität und Mortalität. Die lebensnotwendige Dialysebehandlung sollte einem Patienten aufgrund des chronologischen Alters per se nicht vorenthalten werden. Um diese Versorgungsdefizite zu beheben, sind bessere Versorgungsstrukturen zwischen Haus-, Fachärzten und Nephrologen dringend notwendig.Correspondence to:
Dr. med. V. Schwenger
Sektion Nephrologie
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 162
D-69120 Heidelberg
Email: vedat.schwenger@med.uni-heidelberg.de
Kasuistik
Freie Plasmametanephrine bei Phäochromozytom – Kasuistik eines 78-jährigen Patienten
T. Lenz, L. Roggenbuck, S. Rodner, A. Buchwald, J. Zorner und L. Salewski
Abstract
T. Lenz1, L. Roggenbuck2, S. Rodner3, A. Buchwald3, J. Zorner1 und L. Salewski4
1Institut zur Prävention von Nieren- und Hochdruckerkrankungen (IPNH),Ludwigshafen am Rhein, 2Zentrallaboratorium,
Das Phäochromozytom ist ein meist gutartiger Tumor der Nebenniere und anderer extraadrenaler, chromaffiner Gewebe, der überschießend Katecholamine wie Adrenalin und Noradrenalin sowie deren Metabolite Metanephrin und Normetanephrin und selten auch Dopamin freisetzt. Die Entfernung des Tumors führt in über 90% der Fälle zur Heilung. Die diagnostische Abklärung erfordert zunächst den Nachweis erhöhter Katecholaminkonzentrationen im Urin und/oder im Plasma und/oder erhöhter Metabolitkonzentrationen (Metanephrine, Vanillinmandelsäure) im Urin. Aufgrund des variablen klinischen Erscheinungsbilds und der nicht 100%igen diagnostischen Treffsicherheit der bisher zur Verfügung stehenden biochemischen Nachweisverfahren bleibt eine größere Zahl von Tumoren – besonders bei älteren Personen – unerkannt und unbehandelt mit oft schwerwiegenden, nicht selten tödlichen Konsequenzen für Betroffene. Erst seit kurzem ist es möglich, zuverlässig die Konzentration der Metanephrine auch im Plasma mittels HPLC oder Immunoassaytechniken mit fast 100%iger Sensitivität und Spezifität für das Vorliegen eines Phäochromozytoms zu bestimmen. Wir berichten über einen 78-jährigen Patienten mit neuentdecktem Phäochromozytom und anschließender Tumorentfernung, bei dem sich stark erhöhte Metanephrinkonzentrationen im Plasma nachweisen ließen. Die Bestimmung der Metanephrine im Plasma ist eine zuverlässige Labormethode, die eine wachsende Bedeutung in der diagnostischen Abklärung bei Phäochromozytom hat.Correspondence to:
Prof. Dr. med. T. Lenz
Institut zur Prävention von Nieren- und Hochdruckerkrankungen (IPNH)
c/o KfH Nierenzentrum
Maxstraße 48
D-67059 Ludwigshafen am Rhein
Email: LenzT@myfaz.net