Jahrgang 35, No. 2/2006(Februar 2006)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Übersichten
Permanente einlumige zentralvenöse Katheter in der Hämodialysebehandlung
P. Tillmann, C. Hansen und A. Raffelsiefer
Abstract
P. Tillmann, C. Hansen und A. Raffelsiefer
Dialysezentrum Emsdetten
Gerade bei älteren, oft diabetischen Patienten entstehen häufig Probleme des Gefäßzugangs, welche die dauerhafte Anlage einer Ciminofistel oder eine PTFE-Prothese verhindern. Vorhofkatheter (VHK) werden daher zunehmend für die Versorgung dieser Patienten eingesetzt. Die Implantation des Vorhofkatheters kann in chirurgischer Technik oder perkutan in Seldinger-Technik erfolgen. Durch einen langen subkutanen Kanal mit einer festsitzenden Dakronmuffe wird die Gefahr kanalikulärer Infektion vermindert. Über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren wurden 44 Patienten beobachtet. Der Altersdurchschnitt aller VHK-Patienten betrug 72,5 Jahre. Mit einer durchschnittlichen Liegezeit von 23,6 Monaten umfaßt die Untersuchung die Ergebnisse aus mehr als 13 500 Dialysen. Eine komplikationslose Liegedauer von 21,8 Monaten wurde bei 70% aller Patienten dokumentiert. 102 Katheterlysen mit einem Schwerpunkt von 54 Lysen auf vier Patienten waren im Untersuchungszeitraum erforderlich. Mit einem durchschnittlichen Blutfluß von 225 ml pro Minute wurde eine ausreichende Dialyseeffektivität bei einer Behandlungszeit von 13,5 Stunden pro Woche erreicht. Das Durchschnitts-Kt/V aller Patienten lag bei 1,15. VHK wurden bei allen Patienten sehr gut akzeptiert, insbesondere bei älteren Patienten über 70 Jahren.Correspondence to:
Dr. med. P. Tillmann
Dialysezentrum Emsdetten
Nordwalder Straße 48-50
D-48282 Emsdetten
Email: tillmann@dialysen-muensterland.de