Jahrgang 33, No. 3/2004(März 2004)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Autorenreferate
35. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Nephrologie
Mainz, 18. – 20. März 2004
Tagungspräsident: PD Dr. R. Beetz, Mainz
Wissenschaftliches Komitee: PD Dr. W. Mannhardt-Laakmann, Prof. Dr.
Serie
Blick in die Fachliteratur
Übersicht
Vasopressin-Rezeptorantagonisten – eine neue Therapieoption in der Behandlung der Hyponatriämie
C. Palm, K. Herbrig, F. Pistrosch und P. Gross
Abstract
C. Palm, K. Herbrig, F. Pistrosch und P. Gross
Abteilung Nephrologie, Medizinische Klinik III, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
Die Hyponatriämie ist die häufigste Elektrolytstörung im klinischen Alltag und wird oft bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, Plasmavolumenkontraktion und dem Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) beobachtet. Die Hyponatriämie ist bei diesen Krankheitsbildern auf eine pathologisch gesteigerte Vasopressinsekretion und ein gestörtes Durstempfinden mit vermehrter Flüssigkeitsaufnahme zurückzuführen. Die Entwicklung selektiver oraler V2-Vasopressin-Rezeptorantagonisten bringt neue spezifische und vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten in der Therapie der Hyponatriämie mit sich. Mit diesen “Aquaretika” kann eine sehr wirksame und selektive Hemmung der Wasserreabsorption über den V2-Vasopressin-Rezeptor im Sammelrohr des distalen Nephrons erreicht werden. Mit den V2-Vasopressin-Rezeptorantagonisten stehen uns somit ideale pharmakologische Substanzen zur Verfügung, um eine gestörte Wasserausscheidung mit Hyponatriämie, auf dem Boden einer pathologisch gesteigerten ADH-Sekretion (wie z.B. bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz, der Leberzirrhose und dem SIADH), zu korrigieren. Darüber hinaus wird über eine Lockerung der therapeutischen Flüssigkeitsrestriktion auch die Lebensqualität des Patienten positiv beeinflusst.