Jahrgang 32, No. 11/2003(November 2003)
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Nieren- und Hochdruckkrankheiten
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Autorenreferate
Curt Moeller
E. Quellhorst und H. Köhling
Abstract
E. Quellhorst und H. Köhling
Autorenreferate
Theodor Fahr, Adalbert Bohle und Wolfgang Thoenes
H.V. Gärtner und Th. Eigentler
Abstract
H.V. Gärtner und Th. Eigentler
Serie
Blick in die Fachliteratur
Serie
Mitteilung
Übersicht
Biochemische Marker der renalen Osteodystrophie
C. Schwarz und R. Oberauer
Abstract
C. Schwarz und R. Oberauer
Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Wien
Die renale Osteodystrophie beschreibt die im Rahmen der Urämie auftretenden Knochenveränderungen. Zur Zeit ist eine eindeutige Diagnose nur mittels einer Knochenhistologie möglich; da diese aber eine invasive Maßnahme darstellt, werden vermehrt biochemisch-serologische Marker zur Diagnostik verwendet. Diese Übersichtsarbeit soll die Ergebnisse der Korrelationen der biochemischen Knochenmarker mit der Knochenhistologie der letzten Jahre darstellen. Als wertvollste serologische Marker, vor allem zur Abgrenzung zwischen hohem und vermindertem Knochenstoffwechsel, erwiesen sich dabei iPTH, knochenspezifische alkalische Phosphatase, Osteokalzin und Osteoprotegerin. Eine genaue Abgrenzung zwischen normalem, vermindertem oder adynamem Knochenstoffwechsel in der Urämie gelingt aber weiterhin nur mit einer Knochenhistologie. Der große Wert der biochemischen Knochenparameter liegt deshalb in der Verlaufskontrolle der verschiedenen Formen der renalen Knochenerkrankungen.
Übersicht
Klinische Studien zur Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems
L. Hennig
Abstract
L. Hennig
Kardiologische Praxis an der Schloßstraße, Berlin
Der klinische Nutzen durch die Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron- Systems (RAAS) bei der Herzinsuffizienz ist sowohl für die ACE-Hemmer als auch die Angiotensin-I-Rezeptorblocker (AT-I) eindeutig durch große Interventionsstudien (AIRE, CONSENSUS, SAVE, ELITE II, ValHeFT und andere) belegt. Der zusätzliche spezifische, über die Blutdrucksenkung hinaus auftretende gefäß- und nephroprotektive Schutz wurde in den letzten Jahren in vielen Studien bei Patienten mit arteriellem Hypertonus und häufig begleitendem Diabetes mellitus Typ II untersucht. Während bei der Nephroprotektion, insbesondere auch bei zusätzlich bestehendem Diabetes Typ II, die Studienlage eindeutig für zusätzliche Schutzeffekte spricht, die über den reinen blutdrucksenkenden Effekt hinausgehen, ist die Datenlage zur Gefäßprotektion (Koronar- und Zerebralgefäße) uneinheitlich.
Autorenreferate
Georg Haas (1886 – 1971): Biochemische Analysemethode wird zur erfolgreichen Dialysetherapie der Urämie
V. Wizemann
Abstract
V. Wizemann
Georg-Haas-Dialysezentrum, Gießen
Im Gegensatz zu anderen Forschern seiner Zeit entwickelte Georg Haas nach dem ersten Weltkrieg die bekannte chemische Methode der Dialyse konsequent zur Therapiemethode der menschlichen Urämie. Nach ausführlichen Vorarbeiten erfolgte 1924 die erste Dialyse am Menschen. Beobachtungen an weiteren Dialysen beschreiben auch heute noch relevante Gebiete wie Effektivität, Biokompatibilität und Ultrafiltrationsfolgen. Das Hauptproblem für Haas war nicht die Entwicklung des Dialysators oder des Dialyseapparates, sondern die Toxizität des zur Antikoagulation verwendeten Hirudins. Georg Haas belegte und publizierte als erster, daß eine Hämodialysebehandlung erfolgreich zur Therapie der Urämie eingesetzt werden kann.