Jahrgang 35, No. 1/1. Quartal(1. Quartal)
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Intensiv- und Notfallbehandlung
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Editorial
M. Bernhard, E. Martin und K. Werdan
Abstract
Editorial
M. Bernhard, E. Martin und K. Werdan
Brennpunkte der Notfallmedizin
Die Interdisziplinäre Notfallaufnahme in Deutschland – eine Herausforderung für die Zukunft
C. Pietsch, M. Bernhard und A. Gries
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 35, Nr. 1/2010, S. 3–15
Die Interdisziplinäre Notfallaufnahme in Deutschland – eine Herausforderung für die Zukunft
C. Pietsch, M. Bernhard und A. Gries
Interdisziplinäre Notfallaufnahme, Klinikum Fulda gAG
Interdisziplinäre Notfallaufnahmen werden in vielen Ländern erfolgreich als eigene und unabhängige Organisationseinheiten betrieben. Bei der Planung, Strukturierung und Organisation von Notfallaufnahmen spielen personelle, ökonomische und räumliche Aspekte eine wesentliche Rolle. In Deutschland werden der Aufbau und Betrieb unabhängiger Notfallaufnahmen teilweise kontrovers diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit erfährt in diesem Zusammenhang auch die Forderung nach der Einführung eines Facharztes für Notfallmedizin nach anglo-amerikanischem Vorbild.Correspondence to:
Prof. Dr. med. A. Gries
Interdisziplinäre Notfallaufnahme
Klinikum Fulda gAG
Pacelliallee 4
D–36043 Fulda
Email: andre.gries@klinikum-fulda.de
Pharmakologie in der Intensiv- und Notfallmedizin
Paracetamol – klinischer Einsatz und neue Erkenntnisse zum analgetischen Wirkmechanismus
K.-U. Petersen* und E. Friderichs
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 35, Nr. 1/2010, S. 16–25
Paracetamol – klinischer Einsatz und neue Erkenntnisse zum analgetischen Wirkmechanismus
K.-U. Petersen* und E. Friderichs
*Pharmakologe und Toxikologe, RWTH Aachen
Aufgrund seiner zuverlässigen Wirksamkeit und guten Verträglichkeit besitzt Paracetamol einen hohen Stellenwert in der analgetischen Selbstmedikation, aber auch, als Teil multimodaler Strategien, in kritischen klinischen Situationen wie der peri- und postoperativen Schmerztherapie. Im Gegensatz zu den klassischen Analgetika wie Opioiden und NSAIDs (nichtsteroidale antiinflammatorische Pharmaka, “non-steroidal anti-inflammatory drugs”), deren Wirkung jeweils über einen einzigen Mechanismus (Opioid-Rezeptoraktivierung bzw. Cyclooxygenase(COX)-Hemmung) zustande kommt, nach direkter Bindung an Rezeptor bzw. Enzym, beruht die analgetische Wirkung von Paracetamol auf dem Zusammenspiel mehrerer Wirkkomponenten, welche über indirekte Mechanismen zum Ziel führen. Die wichtigsten Komponenten sind eine zentrale COX-2-Hemmung und eine Aktivierung der absteigenden serotoninergen Hemmbahnen in Gehirn und Rückenmark. Über diese wird auch eine Beteiligung des opioiden Schmerzhemmsystems angestoßen. Ferner sprechen experimentelle Befunde für indirekte antinozizeptive Wirkungen über das endocannabinoide System. Die indirekten Effekte von Paracetamol sind als Einzeleffekte relativ gering. Sie verstärken sich jedoch gegenseitig: In verschiedenen Versuchsanordnungen konnte gezeigt werden, dass die sich ergebende analgetische Wirkung die Summe der Einzeleffekte übertrifft (überadditiver Synergismus). Das Ergebnis ist eine zuverlässige und klinisch wertvolle Schmerzhemmung mit einem breiten Wirkspektrum. Im Gegensatz zu den klassischen COX-Hemmern fehlt eine entzündungshemmende Wirkkomponente, während die über die zentrale COX-Hemmung ausgelöste Fiebersenkung ausgeprägt ist. Trotz intensiver Untersuchungen sind noch viele Fragen zum Wirkmechanismus offen und Gegenstand aktueller Forschung. Paracetamol ist für die Selbstmedikation von leichten bis mittelstarken Schmerzen gut geeignet. Für die Behandlung starker bis sehr starker Schmerzen ist eine Kombination mit Opioiden besonders sinnvoll, da über Opioid-Rezeptoren die indirekten Effekte von Paracetamol synergistisch verstärkt werden. Dadurch kann die Dosierung von Paracetamol reduziert und auch bei starken Schmerzen ein großer Sicherheitsabstand zum toxischen Dosisbereich eingehalten werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-U. Petersen
Pharmakologe und Toxikologe
RWTH Aachen
Oberdorfstraße 22
D–52072 Aachen
Email: karluwe.petersen@post.rwth-aachen.de
Update-Serie: das Intensiv- und Notfallmedizin-Jahr im Rückblick
Intensiv- und Notfallmedizin von A bis Z – Update 2009
R.S. Hoke, K. Werdan, U. Müller-Werdan und H. Ebelt
Abstract
Intensiv- und Notfallbehandlung, Jahrgang 35, Nr. 1/2010, S. 26–54
Intensiv- und Notfallmedizin von A bis Z – Update 2009
R.S. Hoke, K. Werdan, U. Müller-Werdan und H. Ebelt