Jahrgang 33, No. 1/2008(1. Quartal 2008)
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Intensiv- und Notfallbehandlung
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Pädiatrische Notfallmedizin
Editorial
P. Sefrin
Pädiatrische Notfallmedizin
Akute internistische Erkrankungen bei Kindern
P. Annetzberger
Abstract
P. Annetzberger
Kinderarzt/Neonatologe und Anästhesist, Ohlstadt
ndern
Kindernotfälle sind für den Notarzt seltene Ereignisse. Gleichzeitig stellen sie aufgrund der fehlenden Vertrautheit und der höheren emotionalen Belastung erhöhte Anforderungen an den Notarzt. Die Mehrzahl der Kindernotfälle sind akute Erkrankungen. Es werden einige ausgewählte akute internistische Erkrankungen (Asthma bronchiale, Bronchiolitis, Diabetes mellitus, Gastroenteritis mit Exsikkose, zerebraler Krampfanfall und Meningitis/Meningokokkensepsis) dargestellt und für den Blickwinkel des präklinisch tätigen Notarztes erläutert.Correspondence to:
Dr. med. P. Annetzberger
Kinderarzt/Neonatologe und Anästhesist
Am Brandt 6
D–82441 Ohlstadt
Email: p.annetzberger@gmx.de
Pädiatrische Notfallmedizin
Präklinisches Management des Abdominal- und Thoraxtraumas im Kindesalter
H. Rupprecht und M. Ghidau
Abstract
H. Rupprecht und M. Ghidau
Chirurgische Klinik I, Klinikum Fürth
Die wesentlichen Richtlinien des Managements des Abdominal- und Thoraxtraumas im Kindesalter werden vorgestellt, die diagnostischen Fallgruben, die Vorgehensweise sowie die Behandlung der wichtigsten Komplikationen; Hypoxie, Hypotonie, Hypothermie und Hypoglykämie.Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Rupprecht
Chirurgische Klinik I
Klinikum Fürth
Jakob-Henle-Straße 1
D–90766 Fürth
Email: chirurgie1@klinikum-fuerth.de
Pädiatrische Notfallmedizin
Verbrennungen bei Kindern
B. Höcht und T. Meyer
Abstract
B. Höcht und T. Meyer
Abteilung für Kinderchirurgie, Chirurgische Universitätsklinik und Poliklinik , Klinikum der Julius-Maximilians-Universität, Würzburg
Verbrennungen und Verbrühungen im Kindesalter sind ein häufiges Unfallereignis, mit dem Notärzte und Rettungssanitäter konfrontiert werden. Besonders die ausgedehnten Verbrennungen können ein sehr ernstes und bisweilen sogar lebensbedrohendes Ereignis darstellen. Neben der sehr wichtigen frühzeitigen Analgosedierung und Infusionsbehandlung sowie der Einleitung der lokalen Maßnahmen wie Kühlung und Verbandsanlegung muss der Notarzt auch entscheiden, ob eine ambulante oder stationäre Behandlung erforderlich ist. Muss die Behandlung stationär erfolgen, so fällt dem Notarzt die Aufgabe zu, das Kind dorthin zu bringen, wo die begonnenen Maßnahmen kompetent fortgeführt werden können. Diese ersten notärztlichen Maßnahmen sind oft für den gesamten weiteren Krankheitsverlauf von entscheidender Bedeutung. Schließlich muss man immer daran denken, dass das Kind durch das Verbrennungstrauma nicht nur körperlich verletzt wird, sondern auch in seiner Persönlichkeit erheblich geschädigt worden ist.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Höcht
Abteilung für Kinderchirurgie
Chirurgische Universitätsklinik und Poliklinik
Klinikum der Julius-Maximilians-Universität
Oberdürrbacher Straße 6
D–97080 Würzburg
Email: Hoecht_B@chirurgie.uni-wuerzburg.de
Pädiatrische Notfallmedizin
Critical Incident Reporting System: Was können wir aus Zwischenfällen der pädiatrischen Notfallmedizin lernen?
C. Hohenstein
Abstract
C. Hohenstein
Abteilung für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Notfallmedizin, Klinikum Kempten Oberallgäu
Das Critical Incident Reporting System für die präklinische Notfallmedizin hat sich mittlerweile fest etabliert. 2 Jahre nach Einführung kann es 290 Einträge mit Fallbeispielen vorweisen. 10 dieser Einträge (3,4%) beinhalten Zwischenfälle mit pädiatrischen Notfallpatienten, bei 7 Einträgen ist die Ursache des Zwischenfalls durch die Präsenz des Kindes hervorgerufen. Die Zwischenfälle beschreiben eine Hypothermie bei schwerer Verbrennung, einen Intubationsversuch ohne Relaxans bei flacher Narkose, eine fraglich fehlerhafte Versorgung eines polytraumatisierten Kindes, eine fehlende Kapnometrie nach Intubation bei schwerem SHT, eine nicht durchgeführte Säuglingsreanimation, eine unzureichende Analgosedierung nach einem Trauma und eine misslungene intraossäre Punktion. Vier dieser Zwischenfälle sind unter Berücksichtigung der aktuellen Literatur besonders lehrreich. Diese werden ausführlich vorgestellt und das Vorgehen des Notarztes diskutiert.Correspondence to:
Dr. med. C. Hohenstein
Abteilung für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Notfallmedizin
Klinikum Kempten Oberallgäu gGmbH
Robert-Weixler-Straße 50
D–87435 Kempten
Email: info@dr-hohenstein.de
Pädiatrische Notfallmedizin
Häusliche Gewalt gegen Kinder
T. Tatschner
Abstract
T. Tatschner
Institut für Rechtsmedizin, Julius-Maximilians-Universität, Würzburg
Die hohe Aufklärungsquote bei Gewaltdelikten gegen Kinder basiert nicht zuletzt auf der sorgfältigen körperlichen Untersuchung durch den erstuntersuchenden Arzt. Dieser muss bei kindlichen Verletzungen und bei unklarer Bewusstlosigkeit daran denken, dass eine Misshandlung zugrunde liegen kann. Anamnestische Angaben der Eltern bzw. der Bezugspersonen zur Ursache von Verletzungen sollten nicht kritiklos übernommen werden; bei Widersprüchen erweist sich ein offenes Gespräch als sinnvoll. Die Diagnose der Kindesmisshandlung erschließt sich stets aus einer interdisziplinären Gesamtschau der erhobenen Befunde, wobei unterschiedliches Verletzungsalter und sturzuntypisches Verteilungsmuster der Verletzungen als wegweisend gelten. Obgleich eine gesetzliche Meldepflicht nicht besteht, sollte zum Wohle der kindlichen Patienten bei begründetem Verdacht auf eine Misshandlung entweder die Ermittlungsbehörde oder eine Hilfeeinrichtung wie das Jugendamt involviert werden.Correspondence to:
Dr. med. T. Tatschner
Institut für Rechtsmedizin
Julius-Maximilians-Universität
Versbacher Straße 3
D–97078 Würzburg
Email: thomas.tatschner@mail.uni-wuerzburg.de
Pädiatrische Notfallmedizin
Plötzlicher Kindstod im Notarzteinsatz
J.C. Bogner, C. Bogner und J.M. Heiß
Abstract
J.C. Bogner, C. Bogner und J.M. Heiß
Chirurgische Klinik Dr. Rinecker, München
Das Syndrom des plötzlichen Kindstodes, dessen Ätiologie trotz intensiver Forschung noch nicht geklärt ist, stellt einen seltenen pädiatrischen Notfall für den Notarzt dar. Der folgende Beitrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über den Stand der Ursachenforschung, die insbesondere Risikofaktoren wie Bauchlage im Schlaf, Rauchexposition und Erkrankungen des pulmonalen Systems identifiziert hat. Daraufhin wird auf verschiedene, einen mit SIDS konfrontierten Notarzt betreffende Aspekte eingegangen: Zu ergreifende Rettungsmaßnahmen des Notarztes sind zunächst Herz-Druck-Massage, Intubation und Adrenalingabe. Beim plötzlichen Kindstod muss der Notarzt grundsätzlich die Polizei einschalten und als Todesart “ungeklärt” angeben, wobei die rechtlichen Vorgaben hierzu in den Bundesländern variieren können. Die psychologischen Aspekte dieses Einsatzes dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere die Betreuung der Eltern muss während des Einsatzes und danach gewährleistet sein.Correspondence to:
Dr. med. J.M. Heiß
Chirurgische Klinik Dr. Rinecker
Am Isarkanal 30
D–81379 München
Email: zotzmann@rinecker.de
Update-Thema
Notfälle in Hämatologie und Onkologie
T. Behlendorf, C. Sippel, K. Jordan, M. Amoury, H.-J. Schmoll und H.-H. Wolf
Abstract
T. Behlendorf1, C. Sippel1, K. Jordan1, M. Amoury2, H.-J. Schmoll1 und H.-H. Wolf1
1Klinik für Innere Medizin IV, Onkologie, Hämatologie, Hämostaseologie, 2Zentrale Notaufnahme, Universitätsklinikum der Martin-Luther-Universität Halle/Saale
Onkologische Erkrankungen, aber auch ihre Therapie, verursachen spezifische Notfallsituationen. Die Prophylaxe und Therapie sowie das rechtzeitige Erkennen solcher Notfallsituationen ist von entscheidender Wichtigkeit für die Prognose des Patienten. Metabolische Störungen wie Tumorlysesyndrom, paraneoplastische Hyperkalzämie und Gerinnungsstörungen erfordern eine differenzierte medikamentöse Therapie und eine engmaschige Kontrolle der Laborwerte; die Behandlung tumorbedingter Kompressionsphänomene intrazerebral, intraspinal oder bei Kompression großer Gefäße muss individuell interdisziplinär von Internist, Chirurg und Strahlentherapeut diskutiert und durchgeführt werden.Correspondence to:
T. Behlendorf
Klinik für Innere Medizin IV
Onkologie, Hämatologie, Hämostaseologie
Universitätsklinikum der Martin-Luther-
Universität Halle/Saale
Ernst-Grube-Straße 40
D–06120 Halle/Saale
Email: Timo.Behlendorf@medizin.uni-halle.de
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