Jahrgang 58, No. 2/2010(2. Quartal)
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Dermatologie in Beruf und Umwelt
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Editorial
Neue Impulse für die Berufsdermatologie aus Europa
S.M. John
Berufsdermatologie aktuell
Positives Signal für die Berufsdermatologie im Zeichen der europäischen Präventionskampagne: Anhebung der UV-GOÄ ab 1. Mai 2010
S.M. John und W. Wehrmann
Occupational dermatology updated
Positive signal for occupational dermatology as of May 1th, 2010: Increase of scale of fees for diagnostics and therapy of occupational skin diseases
S.M. John und W. Wehrmann
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 2/2010, S. 48–53
Positives Signal für die Berufsdermatologie im Zeichen der europäischen Präventionskampagne: Anhebung der UV-GOÄ ab 1. Mai 2010
S.M. John und W. Wehrmann
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück
Mit Wirkung vom 01. Mai 2010 wurden in der “Gebührenordnung für Ärzte für die Leistungs- und Kostenabrechnung mit den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern” (UV-GOÄ) für die berufsdermatologische Diagnostik und Therapie wichtige Gebührennummern angehoben. ABD, DDG und BVDD haben deutlich gemacht, dass eine qualifizierte berufsbezogene allergologische Diagnostik mit einem erheblichen zeitlichen und materiellen Aufwand verbunden ist und die einschlägigen UV-GOÄ-Nummern eine wirtschaftliche Durchführung der Testungen in den letzten Jahren nicht mehr erlaubt haben. Hier sind insbesondere die Bereithaltung von Testblöcken außerhalb der Standardreihe sowie lege artis durchgeführte, aufwändige Testungen mit patienteneigenen Substanzen zu nennen. Ferner können aus wirtschaftlichen Gründen in vielen Praxen berufsdermatologisch wichtige therapeutische Maßnahmen, wie etwa die lokale PUVA-Therapie und Iontophorese nicht mehr angeboten werden. Im ambulanten Heilverfahren, gerade für die ambulante Weiterbehandlung von Patienten mit schweren Handekzemen nach modifiziertem stationärem Heilverfahren im Rahmen der tertiären Prävention [8] hat sich dies zu einem gravierenden Problem entwickelt. Als Ergebnis von intensiven und konstruktiven Verhandlungen der ABD mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der KBV ist nun zum 01. Mai 2010 die Anhebung von UV-GOÄ-Nummern im Bereich der Epikutantestungen, des Hautarztverlaufsberichtes (F 6052) und der Therapie erfolgt. Die Anhebungen betreffen das Hautarztverfahren und die berufsdermatologische Begutachtung.Correspondence to:
Prof. Dr. S.M. John
Vorsitzender der ABD
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115 (Station D1)
D-49090 Osnabrück
Email: johnderm@uos.de
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 2/2010, S. 48–53
Positive signal for occupational dermatology as of May 1th, 2010: Increase of scale of fees for diagnostics and therapy of occupational skin diseases
S.M. John und W. Wehrmann
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück
In Germany, patient management including dermatological diagnostics, treatment and preventive activities are covered by a special branch of the social insurance system, the statutory employers’ liability insurances (Unfallversicherungsträger). Doctors’ reimbursements for such services are being regulated within a separate scale of fees (Gebührenordnung für Ärzte für die Leistungs- und Kostenabrechnungen mit den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern, UV-GOÄ). A number of relevant honoraria for patch-testing, including meticulous patch-testing with patients own products, iontophoresis, local PUVA-therapy and the follow-up report within the realm of the dermatologist’s procedure have been substantially raised in the UV-GOÄ as of May 1st, 2010. With this recent decision the German Statutory Employers’ Liability Insurance (DGUV) underlines the importance of quality assured dermatological diagnosis and treatment for patient management in occupational dermatology. Early and lege artis-allergologic diagnosis and consecutive immediate therapy are of vital importance for avoiding severe occupational skin diseases with the potential consequence of prolonged personal suffering and job loss. Furthermore, competent and quality assured dermatological diagnosis allows identifying causal factors inducing or contributing to occupational contact dermatitis and thus enables to eliminate such influences and to create individually tailored prevention schemes for the affected worker. This has been recognized and is widely accepted by the respective authorities, which, for that reason, support the current European “EADV-europrevention/healthy skin@work-campaign” on the national level. In Germany, this campaign is being conducted by the Task Force of Occupational and Environmental Dermatology (ABD) within the German Dermatological society (DDG) together the major German dermatological associations, associations of occupational physicians, the Ministry of Labour and the DGUV. It aims at raising public and political awareness to the options of modern prevention of occupational skin diseases.Correspondence to:
Prof. Dr. S.M. John
Vorsitzender der ABD
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115 (Station D1)
D-49090 Osnabrück
Email: johnderm@uos.de
Serie – Allergie & BK 5101
Beurteilung der Auswirkungen einer Allergie gegenüber Naturgummilatex bei der Minderung der Erwerbsfähigkeit im Rahmen der BK 5101
C. Skudlik, H. Allmers, S.M. John, D. Becker, H. Dickel, J. Geier, M. Häberle, H. Lessmann, V. Mahler, E. Wagner, E. Weisshaar, W. Wehrmann, T. Werfel, F. Zagrodnik und T.L. Diepgen für die Arbeitsgruppe “Bewertung der All
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 2/2010, S. 54–60
Beurteilung der Auswirkungen einer Allergie gegenüber Naturgummilatex bei der Minderung der Erwerbsfähigkeit im Rahmen der BK 5101
C. Skudlik1, H. Allmers1, S.M. John1, D. Becker2, H. Dickel3, J. Geier4, M. Häberle5, H. Lessmann4, V. Mahler6, E. Wagner7, E. Weisshaar8, W. Wehrmann9, T. Werfel10, F. Zagrodnik11 und T.L. Diepgen8 für die Arbeitsgruppe “Bewertung der All
1Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 2Universitäts-Hautklinik Mainz, 3Universitäts-Hautklinik Bochum, 4Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Universität Göttingen, 5Hautarztpraxis, Künzelsau, 6Universitäts-Hautklinik Erlangen, 7Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin, 8Abteilung Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg, 9Hautarztpraxis, Münster, 10Hautklinik der Medizinischen Hochschule Hannover, 11Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Berlin
Naturgummilatex in allergologisch relevanter, allergieauslösender Form wird auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt insbesondere im Gesundheitswesen, besonders in Handschuhen, angetroffen. Aufgrund erfolgreicher Präventionsstrategien (u.a. ehemalige TRGS 540) konnte hierbei in den letzten Jahren ein Rückgang der Verbreitung gepuderter, proteinreicher Latexhandschuhe im Gesundheitswesen in Deutschland belegt und hiermit einhergehend auch ein Rückgang des Neuauftretens entsprechender berufsbedingter Naturgummilatex-Allergien in Deutschland verzeichnet werden. Die nachfolgenden Empfehlungen dienen der Beurteilung von Auswirkungen einer Naturgummilatex-Allergie bezüglich dadurch verschlossener Arbeitsmöglichkeiten zur Beurteilung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) im Rahmen der BK Nr. 5101 der Berufskrankheitenverordnung (BKV). Als Besonderheit der berufsbedingten Naturgummilatex-Allergie im Hinblick auf versicherungsrechtliche Aspekte ist zu berücksichtigen, dass hier in aller Regel eine Typ-I-Allergie zugrunde liegt, mit der potenziellen Gefahr einer Multiorganmanifestation und Überlappung mit einem Erkrankungsgeschehen im Sinne der BK Nr. 4301 BKV (“allergische obstruktive Atemwegserkrankung”). Für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit kann daher die Auswirkung einer Naturgummilatex-Allergie in Abhängigkeit des klinischen Schweregrads mit geringgradig bis schwerwiegend einzuschätzen sein.Correspondence to:
Prof. Dr. C. Skudlik
Institut für interdisziplinäre Prävention und Rehabilitation (iDerm)
Universität Osnabrück
Sedanstraße 115
D–49090 Osnabrück
Email: cskudlik@uos.de
Autorenreferate
9. Dermatologisches Alpenseminar: Allergologie, Berufs- und Umweltdermatologie, Grainau/Zugspitzdorf, 13. – 16. Mai 2010
Autorenreferate
9. Treffen der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Dermatologie, Weimar, 9. – 12. Juni 2010