Jahrgang 58, No. 1/2010(1. Quartal)
|
Dermatologie in Beruf und Umwelt
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 30.00$ |
 |
Übersicht
Wirksamkeit von Hautschutzmitteln: Übersicht
H. Zhai and H.I. Maibach
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 3–12
Wirksamkeit von Hautschutzmitteln: Übersicht
H. Zhai and H.I. Maibach
Department of Dermatology, University of California, School of Medicine, San Francisco, CA, USA
Diese Übersichtsarbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob Hautschutzmittel irritative Kontaktekzeme beim Menschen nachweisbar verhindern (Prävention) oder behandeln (Therapie) können. Wir führten dazu eine Literatursuche mithilfe von PubMed, EMBASE und Scopus über die Bibliothek der University of California in San Francisco durch sowie zusätzlich eine Handsuche in relevanter Fachliteratur, um Produkte zu untersuchen, die entweder in präventiver oder in therapeutischer Form als anti-irritativ eingeordnet werden können. Der Schwerpunkt lag dabei auf Studien, die sowohl quantitative als auch qualitative Ergebnisse vorwiesen und die in Übereinstimmung mit evidenzbasierten dermatologischen Leitlinien erstellt wurden. Das Ergebnis unserer Untersuchung zeigt, dass aufgrund publizierter Untersuchungen Hautschutzmittel nachweislich zur Reduktion von irritativen Kontaktekzemen beitragen können, während allerdings in einigen Studien kein Effekt nachgewiesen werden konnte. Diese widersprüchlichen Ergebnisse machen deutlich, dass sorgfältig kontrollierte, aufwendige und ausreichend große Feldstudien durchgeführt werden müssen, um die Wirksamkeit zu belegen.Correspondence to:
H. Zhai, MD
Department of Dermatology
University of California
School of Medicine
Box 0989, Surge 110
90 Medical Center Way
San Francisco, CA 94143-0989, USA
Email: ZhaiH@derm.ucsf.edu
Originalartikel
Dermatologie in Uganda: Erfahrungen an der Universitätsklinik Mbarara
E. Weisshaar
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 13–18
Dermatologie in Uganda: Erfahrungen an der Universitätsklinik Mbarara
E. Weisshaar
Abteilung Klinische Sozialmedizin, Schwerpunkt: Berufs- und Umweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg
Der Bedarf an dermatologischer Versorgung im ostafrikanischen Uganda ist groß, die Infrastruktur jedoch noch sehr schwach entwickelt. Mit Hilfe eines deutschen Dermatologen wurde in Mbarara im Südwesten Ugandas vor 10 Jahren die zweite dermatologische Abteilung in einer Klinik in diesem Land aufgebaut. Die Autorin hospitierte im November 2009 zweieinhalb Wochen als Dermatologin in dieser Klinik und berichtet über ihre Erfahrungen.Correspondence to:
apl. Prof. Dr. med. Elke Weisshaar
Abteilung Klinische Sozialmedizin
Schwerpunkt: Berufs- und Umweltdermatologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Thibautstr. 3
D-69115 Heidelberg
Email: Elke.weisshaar@med.uni-heidelberg.de
Serie – “MAK”-Allergene
Allergene aus der “MAK- und BAT-Werte-Liste”: Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukte (niedermolekular)
H. Lessmann für die AG “Haut und Allergie” der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 19–27
Allergene aus der “MAK- und BAT-Werte-Liste”: Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukte (niedermolekular)
H. Lessmann für die AG “Haut und Allergie” der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
IVDK-Zentrale, Universität Göttingen
Die hautsensibilisierende Wirkung von unausgehärteten Phenol-Formaldehyd-Harzen, vor allem vom Resol-Typ, ist beim Menschen in zahlreichen, auch beruflich bedingten Fällen nachgewiesen. Diese Befunde werden durch nicht eindeutig bewertbare positive wie auch negative Ergebnisse in einer experimentellen Untersuchung mit zwei verschiedenen Phenol-Formaldehyd-Harzen am Tier mit Verwendung von Adjuvans ergänzt. In Untersuchungen bei Patienten mit einer Sensibilisierung durch den Kontakt mit Phenol-Formaldehyd-Harzen wurden mehrere ein- und zweikernige Kondensationsprodukte aus Phenol und Formaldehyd als reaktionsauslösende Allergene identifiziert. Mindestens drei dieser Verbindungen erwiesen sich zudem in experimentellen Untersuchungen am Tier als potente Sensibilisatoren, während die Ergebnisse bei den übrigen untersuchten Substanzen nicht eindeutig positiv waren. Bei sensibilisierten Personen konnte im Epikutantest mit den meisten dieser Kondensationsprodukte bereits in niedriger Konzentration eine allergische Reaktion ausgelöst werden.Correspondence to:
Dr. rer. nat. Holger Lessmann
IVDK an der Univ. Göttingen
von-Siebold-Straße 3
37075 Göttingen
Email: hlessma1@gwdg.de
Serie – Gutachten in der Berufsdermatologie
Berufsbedingter Hautkrebs durch Lichtbogenschweißen
U. Wollina
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 28–30
Berufsbedingter Hautkrebs durch Lichtbogenschweißen
U. Wollina
Klinik für Dermatologie und Allergologie, Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Städtisches Klinikum, Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden
Serie – Gutachten in der Berufsdermatologie
Plattenepithelkarzinome bei einem Maurer – zwei kontroverse berufsdermatologische Einschätzungen
J. Geier und F.A. Bahmer
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 31–33
Plattenepithelkarzinome bei einem Maurer – zwei kontroverse berufsdermatologische Einschätzungen
J. Geier und F.A. Bahmer
Serie – Allergie & BK 5101
Bewertung von Epikutantestreaktionen auf “Problemallergene” mit vermehrt fraglichen oder schwach positiven Reaktionen
J. Geier, E. Weisshaar, H. Lessmann, D. Becker, H. Dickel, M. Häberle, S.M. John, V. Mahler, C. Skudlik, E. Wagner, W. Wehrmann, T. Werfel, F. Zagrodnik und T.L. Diepgen für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK
Abstract
Dermatologie in Beruf und Umwelt, Jahrgang 58, Nr. 1/2010, S. 34–38
Bewertung von Epikutantestreaktionen auf “Problemallergene” mit vermehrt fraglichen oder schwach positiven Reaktionen
J. Geier1, E. Weisshaar2, H. Lessmann1, D. Becker3, H. Dickel4, M. Häberle5, S.M. John6, V. Mahler7, C. Skudlik6, E. Wagner8, W. Wehrmann9, T. Werfel10, F. Zagrodnik11 und T.L. Diepgen2 für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK
1Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Universität Göttingen, 2Abteilung Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg, 3Universitäts-Hautklinik Mainz, 4Universitäts-Hautklinik Bochum, 5Hautarztpraxis, Künzelsau, 6Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 7Universitäts-Hautklinik Erlangen, 8Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin, 9Hautarztpraxis, Münster, 10Hautklinik der Medizinischen Hochschule Hannover, 11Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Berlin
Eine Testzubereitung für den Epikutantest sollte idealerweise bei einem Sensibilisierten eine positive Testreaktion und bei einem Nicht-Sensibilisierten keine Testreaktion auslösen. Da alle Kontaktallergene auch bis zu einem gewissen Grad Hautirritanzien sind, treten auch fragliche, irritative oder falsch-positive Reaktionen auf. Manche Allergenzubereitungen, sogenannte “Problemallergene”, führen vermehrt zu fraglichen und schwach positiven Reaktion und erschweren so die Interpretation einer Testreaktion als allergisch oder irritativ. Bei Testreaktionen auf derartige Testzubereitungen, die in diesem Beitrag aufgelistet sind, muss eine weitere gezielte Anamnese erhoben oder, wenn möglich, eine Expositionsanalyse durchgeführt werden, um die Bedeutung im individuellen Fall zu klären. Die gleichzeitige Epikutantestung mit einer Irritanskontrolle (SLS 0,25% Aqu.) erleichtert die Interpretation fraglicher und schwach positiver Reaktionen.Correspondence to:
PD Dr. med. J. Geier
IVDK-Zentrale
Institut an der Universität Göttingen
von-Siebold-Straße 3
D–37075 Göttingen
Email: jgeier@ivdk.org
In memoriam Albert Montgomery Kligman