Jahrgang 57, No. 2/2009(2. Quartal)
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Dermatologie in Beruf und Umwelt
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Editorial
T.L. Diepgen
Leitlinie
Management von Handekzemen. ICD-10-Ziffer: L20., L23., L24., L25., L30.
T.L. Diepgen, P. Elsner, M. Fartasch, S.M. John, A. Köllner, S. Schliemann, C. Skudlik und M. Worm
Abstract
T.L. Diepgen1, P. Elsner2, M. Fartasch3, S.M. John5, A. Köllner4, S. Schliemann2, C. Skudlik5 und M. Worm6
1Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 2Klinik für Dermatologie und Allergologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 3Abteilung klinische und experimentelle Berufsdermatologie, BGFA-Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Ruhr-Universität, Bochum, 4Dermatologe, Duisburg, 5Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 6Klinik für Dermatologie, Charité Universität Berlin
Handekzeme (HE) zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen, wobei sie jedoch keine homogene Krankheitsentität darstellen. Der Schweregrad kann von sehr leichten Ausprägungen bis zu schweren chronischen Fällen reichen, die eine lang dauernde Krankschreibung erforderlich machen können und teilweise therapierefraktär sind. Chronische Handekzeme sind mit hohen gesundheitsökonomischen Kosten und mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität verbunden. Obwohl es zahlreiche Therapieoptionen gibt, ist die Therapie des chronischen Handekzems oft schwierig und unbefriedigend. Die vorliegende Leitlinie gibt Anhaltspunkte für ein möglichst evidenzbasiertes Vorgehen bei Handekzemen und umfasst die Klassifikation, Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation von Handekzemen.Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. T.L. Diepgen
Klinische Sozialmedizin mit Schwerpunkt Berufs- und Umweltdermatologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Thibautstraße 3
D–69115 Heidelberg
Email: thomas.diepgen@med.uni-heidelberg.de
Originalarbeit
Masseure, medizinische Bademeister und Physiotherapeuten – im Spiegel der Berufsdermatologie
R. Wessbecher, J. Schrägle und N. Buhles
Abstract
R. Wessbecher1, J. Schrägle1 und N. Buhles2
1Klinik Borkum Riff, Rehabilitationsklinik für Dermatologie, Reha-Zentrum Borkum der Deutschen Rentenversicherung Bund, Nordseeheilbad Borkum, 2Klinik für Dermatologie und Allergologie in der Asklepios Nordseeklinik, Westerland/Sylt
Masseure, medizinische Bademeister und Physiotherapeuten sind zwei zahlenmäßig stark vertretene und weiter wachsende Berufsgruppen. Sie haben in ihrem Arbeitsumfeld mit einer Vielzahl potenzieller Allergene und Noxen zu tun. Nach Durchsicht der Literatur gibt es über Hauterkrankungen und Allergien bei diesen Berufsgruppen nur Fallberichte. Mit der hier vorgestellten Arbeit porträtieren wir die jeweiligen Berufs- und Tätigkeitsfelder, stellen die statistischen Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) vor und präsentieren die Ergebnisse der aktuellen Literaturrecherche aus “PubMed” sowie der aktuellen allergologischen Datenlage hierzulande. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich festhalten, dass Masseure, medizinische Bademeister und Physiotherapeuten zahlreichen klinisch zum Teil bedeutsamen Allergenen ausgesetzt sind. Dazu zählen insbesondere Duftstoffe, ätherische Öle, Konservierungsstoffe, topische Medikamente und Gummimaterialien. Hinzu kommen Wasserkontakt und verschiedenste Irritanzien. Masseure/medizinische Bademeister zählen zu den klassischen “Feuchtberufen”, Physiotherapeuten eher nicht. Nach den vorliegenden Statistiken stellt das Vorkommen von Hauterkrankungen in diesen Berufsgruppen offenbar kein relevantes Problem dar. Wegen fehlender klinisch-epidemiologischer Zahlen lässt sich die tatsächliche Einschätzung der Problematik von Hauterkrankungen und Allergien nicht vornehmen. Dies wäre aber bezüglich problematischer Substanzen aus dem Kosmetik- und Wellnessbereich im Hinblick auf Normalverbraucher sicherlich interessant, zumal diese Produktgruppen von vielen Menschen regelmäßig eingesetzt werden. Eine sinnvolle Primärprävention könnte hier ansetzen.Correspondence to:
Dr. med. R. Wessbecher
Abteilung Dermatologie
Klinik Borkum Riff
Reha-Zentrum Borkum der Deutschen Rentenversicherung Bund
Hindenburgstraße 126
D–26757 Nordseeheilbad Borkum
Email: FRWessbecher@t-online.de
Gutachten in der Berufsdermatologie
Berufsbedingter Hautkrebs und Katarakt bei einem Glasbläser durch Strahlung
K. -W. Rüping
Abstract
K. -W. Rüping
Hautarztpraxis Dortmund
Correspondence to:
Dr. med., Dipl.-Ing. K.-W. Rüping
Praxis für Dermatologie, Allergologie, Umweltmedizin, Berufsdermatologie
Harkortstr. 38
D-44225 Dortmund
Email: Dr.Rueping@t-online.de
Allergie & BK 5101
Bewertung der MdE bei einer Propolisallergie als Folge einer BK 5101
E. Wagner, D. Becker, H. Dickel, J. Geier, S.M. John, H. Lessmann, V. Mahler, E. Rogosky, C. Skudlik, E. Weisshaar, T.L. Diepgen für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK ” der Arbeitsgemeinschaft für Beruf
Abstract
E. Wagner1, D. Becker2, H. Dickel3, J. Geier4, S.M. John5, H. Lessmann6, V. Mahler7, E. Rogosky8, C. Skudlik5, E. Weisshaar9, T.L. Diepgen9 für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK 5101” der Arbeitsgemeinschaft für Beruf
1Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Berlin, 2Universitäts-Hautklinik Mainz, 3Universitäts-Hautklinik Bochum, 4Informationsverbund Dermatologischer Kliniken Universität Göttingen, 5Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie Universität Osnabrück, 6IVDK-Zentrale, Hautklinik Göttingen, 7Universitäts-Hautklinik Erlangen, 8Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften Sankt Augustin, 9Abteilung Klinische Sozialmedizin Universitätsklinikum Heidelberg
Die nachfolgenden evidenzbasierten Empfehlungen dienen zur Beurteilung der Auswirkung einer Allergie gegenüber Propolis im Hinblick auf die dadurch verschlossenen Arbeitsmöglichkeiten, wie diese für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bei berufsbedingten Hauterkrankungen nach BK Nr. 5101 der Berufskrankheitenverordnung notwendig ist. Propolis ist ein Kittharz, das von Honigbienen aus den klebrigen Exsudaten der aufgesuchten Baumknospen, körpereigenen Drüsensekreten und Bienenwachs zur Abdichtung des Bienenstock hergestellt wird. Durch seine antimikrobiellen, antiphlogistischen und anästhesierenden Eigenschaften findet Propolis Verwendung in Volksmedizin, Naturheilkunde, Hautpflege- und Bienenwachsprodukten. Bei einer Sensibilisierung gegenüber Propolis können Tätigkeiten als Imker und in der Propolisverarbeitung verschlossen sein. Im medizinischen Bereich (Naturheilkunde, Kosmetik, Zahntechnik, Physiotherapie) sind Sensibilisierungen möglich, die Substanz gilt dort jedoch als vermeidbar. Die Verbreitung einer Allergie gegenüber Propolis wird daher als geringgradig eingestuft.Correspondence to:
Dr. med. Edeltraud Wagner
Beethovenstraße 1
D–12683 Berlin
Email: edeltraud-wagner@freenet.de
Allergie & BK 5101
Begründung für die Beurteilung der Auswirkung einer Allergie gegenüber Formaldehyd im Rahmen der MdE-Bewertung
H. Dickel, B. Künzlberger, D. Becker, J. Geier, S.M. John, H. Lessmann, V. Mahler, F. Zagrodnik, C. Skudlik, E. Wagner, E. Weisshaar, T.L. Diepgen für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK ” der Arbeitsgem
Abstract
H. Dickel1, B. Künzlberger1, D. Becker2, J. Geier3, S.M. John4, H. Lessmann5, V. Mahler6, F. Zagrodnik7, C. Skudlik4, E. Wagner8, E. Weisshaar9, T.L. Diepgen9 für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK 5101” der Arbeitsgem
1Universitäts-Hautklinik Bochum, 2Universitäts-Hautklinik Mainz, 3Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Universität Göttingen, 4Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 5IVDK-Zentrale, Hautklinik Göttingen, 6Universitäts-Hautklinik Erlangen, 7Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Berlin, 8Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin, und 9Abteilung Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg
Die nachfolgenden evidenzbasierten Empfehlungen dienen zur Beurteilung der Auswirkung einer Allergie gegenüber Formaldehyd im Hinblick auf die dadurch verschlossenen Arbeitsmöglichkeiten, wie diese für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bei berufsbedingten Hauterkrankungen nach BK-Nr. 5101 der Berufskrankheitenverordnung notwendig ist. Formaldehyd weist eine Verbreitung als Desinfektionsmittel im Nahrungsmittelbereich sowie als Desinfektions- und Konservierungsmittel im medizinischen und technischen Bereich auf. Bei Sensibilisierung können daher Berufe im Gesundheitsdienst, in der Nahrungsmittelindustrie und in der Metallbearbeitung verschlossen sein. Zu beachten sind dabei Kopplungsallergien gegenüber Formaldehydabspaltern und Formaldehydharzen, zum Beispiel in Kühlschmiermitteln und in der Textilverarbeitung. Die Auswirkung einer Allergie gegenüber Formaldehyd wird je nach Einzelfall als “mittelgradig” bis “schwergradig” eingeschätzt.Correspondence to:
Dr. H. Dickel
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Ruhr-Universität Bochum
St. Josef-Hospital
Gudrunstr. 56
44791 Bochum
Email: dickel@derma.de
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