Jahrgang 56, No. 4/2008(4. Quartal)
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Dermatologie in Beruf und Umwelt
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Editorial
Editorial
T.L. Diepgen
Bamberger Merkblatt
Begutachtungsempfehlungen für die Begutachtung von Haut- und Hautkrebserkrankungen – Teil I: Hauterkrankungen
T.L. Diepgen, C. Bernhard-Klimt, O. Blome, S. Brandenburg, D. Dienstbach, H. Drexler, P. Elsner, M. Fartasch, K.H. Frank, S.M. John, P. Kleesz, A. Köllner, H. Otten, W. Pappai, W. Römer, E. Rogosky, J. Sacher, C. Skudlik
Abstract
T.L. Diepgen1, C. Bernhard-Klimt2, O. Blome3, S. Brandenburg4, D. Dienstbach5, H. Drexler6, P. Elsner7, M. Fartasch8, K.H. Frank9, S.M. John10, P. Kleesz11, A. Köllner12, H. Otten3, W. Pappai13, W. Römer14, E. Rogosky3, J. Sacher15, C. Skudlik10
1Abt. Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie, Univ.-Klinikum, Heidelberg, 2Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarbrücken, 3DGUV, Sankt Augustin, 4BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Hamburg, 5BG der chemischen Industrie, Frankfurt a.M., 6Univ. Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 7Klinikum der Friedrich-Schiller-Univ. Jena, 8BGFA, Bochum, 9BG der Bauwirtschaft, 10Univ. Osnabrück, 11BG Nahrungsmittel und Gaststätten, Mannheim, 12Duisburg, 13Maschinenbau- und Metall-BG, Köln, 14BG Metall Nord Süd, Hannover, 15BG der chemischen Industrie, Köln
Die nachfolgenden Begutachtungsempfehlungen richten sich in erster Linie an den berufsdermatologischen Gutachter, der bei einer fraglich berufsbedingten Hautkrankheit eine Aussage über den ursächlichen Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen und die durch die Folgen der Hautkrankheit bedingte Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) trifft. Das vollständig überarbeitete „Bamberger Merkblatt“ befasst sich in dem Teil 1 mit der in der Anlage (Berufskrankheiten-Liste) zur Berufskrankheiten-Verordnung genannten Berufskrankheit Nr. 5101 „Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können“ und in dem Teil 2 mit bösartigen Hauttumore, wie Plattenepithelkarzinome, inklusive des Bowenkarzinoms und deren Vorstufen sowie Basaliome (auch Basallzellkarzinom genannt). Es ist Aufgabe des Unfallversicherungsträgers im Sinne der §§ 20 ff SGB X die entscheidungserheblichen Daten (insbesondere zur Exposition und Erkrankung) zu ermitteln. Die erforderlichen Untersuchungsmethoden sind Gutachtenstandards und in Verbindung mit den MdE-Vorschlägen wird die erforderliche Schlüssigkeitsprüfung der Gutachten für die Unfallversicherungsträger (UV-Träger) und die Sozialgerichtsbarkeit erheblich leichter; hiermit wird aber auch mehr Transparenz für die betroffenen Versicherten erreicht. Die von der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes geforderten formalen Voraussetzungen an ein antizipiertes Sachverständigengutachten sind für Begutachtungsempfehlungen bei Berufskrankheiten vollständig erfüllt worden. Das Bamberger Merkblatt wurde in einer öffentlichen Konsensuskonferenz am 12. Juni 2008 in Potsdam verabschiedet. Die Abschlussdiskussion wird in einem eigenen Berichtsband der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung wiedergegeben. Die Arbeitsgruppe „Bamberger Merkblatt“ wurde von Prof. Dr. T.L. Diepgen geleitet. Die Leitung von Seiten der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erfolgte zunächst von Otto Blome und später von Dr. Heinz Otten und Fred-D. Zagrodnik, die Protokollführung zu Beginn von Frau Elke Rogosky und zuletzt von Fred-D. Zagrodnik. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft war durch die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie durch folgende Personen vertreten: Prof. Dr. T.L. Diepgen, Prof. Dr. P. Elsner, Frau Prof. Dr. M. Fartasch, Prof. Dr. S.M. John, Dr. A. Köllner, PD Dr. C. Skudlik. Der Berufsverband deutscher Dermatologen (BVDD) wurde zunächst von Dr. I. Schindera, dann von Dr. A. Köllner und Dr. A. Stary, die Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) durch Prof. Dr. H. Drexler und zeitweise auch durch Prof. Dr. St. Letzel (Teil 2), der Verband der Gewerbeärzte durch Frau Dr. C. Bernhard-Klimt vertreten. Für die am häufigsten mit berufsbedingten Hautkrankheiten befassten BGen nahmen folgende Personen teil: Professor Dr. jur. Stephan Brandenburg, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege; Dieter Dienstbach, Berufsgenossenschaft der chem. Industrie; Dr. med. K. H. Frank, Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft; Dr. rer. nat. Peter Kleesz, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten; Ass. Wilfried Pappai, Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft; Dr. jur. Wolfgang Römer, Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd; Ass. Joachim Sacher, Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie.Correspondence to:
Prof. Dr. T.L. Diepgen; Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Unweltdermatologie, Universitätsklinikum Heidelberg, Thibautstraße 3, D–69115 Heidelberg
Email: thomas_diepgen@med.uni-heidelberg.de
Serie – “MAK”-Allergene
Allergene aus der “MAK- und BAT-Werte-Liste”: Isophorondiamin
H. Lessmann, für die Arbeitsgruppe “Haut und Allergie” der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
Abstract
H. Lessmann, für die Arbeitsgruppe “Haut und Allergie” der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
IVDK-Zentrale, Universität Göttingen
Die kontaktallergene Wirkung des Isophorondiamins ist sowohl aufgrund der Erfahrungen beim Menschen als auch anhand der Befunde aus experimentellen Untersuchungen am Tier nachgewiesen. Daher wurde Isophorondiamin (CAS 2855-13-2) als “Sensibilisierend bei Hautkontakt” klassifziert. Zur immunologischen Wirkung des Isophorondiamins an den Atemwegen liegen bisher keine verwendbaren Befunde vor.Correspondence to:
Dr. rer. nat. H. Lessmann; IVDK an der Universität Göttingen, von-Siebold-Str. 3, D-37075 Göttingen
Email: hlessma1@gwdg.de
Serie – “MAK”-Allergene
Allergene aus der “MAK- und BAT-Werte-Liste”: m-Xylylendiamin
H. Lessmann, für die Arbeitsgruppe “Haut und Allergie” der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
Abstract
H. Lessmann, für die Arbeitsgruppe “Haut und Allergie” der DFG-Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
IVDK-Zentrale, Universität Göttingen
Da bei Verdacht auf eine Sensibilisierung durch Epoxidharz-Komponenten bisher nicht routinemäßig mit m-Xylylendiamin getestet wurde, liegen nur einzelne Berichte über eine kontaktallergische Reaktion auf m-Xylylendiamin vor, die fast immer mit deutlich positivem Ergebnis im Epikutantest mit einer nichtreizenden Testzubereitung verifiziert wurde. m-Xylylendiamin wurde wegen der beim Menschen nachgewiesenen kontaktsensibilisierenden Wirkung als “Sensibilisierend bei Hautkontakt” klassifiziert. Eine Klassifizierung als Atemwegsallergen erfolgte wegen fehlender entsprechender Daten nicht.Correspondence to:
Dr. rer. nat. H. Lessmann; IVDK an der Universität Göttingen, von-Siebold-Str. 3, D-37075 Göttingen
Email: hlessma1@gwdg.de
Serie – Allergie & BK 5101
Auswirkung einer berufsbedingten Sensibilisierung gegen Perubalsam bei der BK 5101
J. Geier, H. Lessmann, D. Becker, H. Dickel, S.M. John, V. Mahler, E. Rogosky, C. Skudlik, E. Wagner, E. Weisshaar, T.L. Diepgen für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK ” der Arbeitsgemeinschaft für Beruf
Abstract
J. Geier1, H. Lessmann1, D. Becker2, H. Dickel3, S.M. John4, V. Mahler5, E. Rogosky6, C. Skudlik4, E. Wagner7, E. Weisshaar8, T.L. Diepgen8 für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK 5101” der Arbeitsgemeinschaft für Beruf
1Informationsverbund Dermatologischer Kliniken Universität Göttingen; 2Universitäts-Hautklinik Mainz; 3Universitäts-Hautklinik Bochum, 4Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 5Universitäts-Hautklinik Erlangen; 6Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften Sankt Augustin; 7Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Berlin; 8Abteilung Klinische Sozialmedizin Universitätsklinikum Heidelberg
Die nachfolgende Empfehlung dient zur Beurteilung der Auswirkung einer beruflich erworbenen Kontaktallergie gegen Perubalsam für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bei einer berufsbedingten Hauterkrankung nach BK-Nr. 5101 der Berufskrankheitenverordnung.Correspondence to:
PD Dr. med. Johannes Geier; IVDK, Universitäts-Hautklinik, von-Siebold-Straße 3, D–37075 Göttingen
Email: jgeier@ivdk.org
Serie – Allergie & BK 5101
Auswirkung einer berufsbedingten Sensibilisierung gegen Parabene bei der BK 5101
J. Geier, H. Lessmann, D. Becker, H. Dickel, S.M. John, V. Mahler, E. Rogosky, C. Skudlik, E. Wagner, E. Weisshaar, T.L. Diepgen für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK ” der Arbeitsgemeinschaft für Beruf
Abstract
J. Geier1, H. Lessmann1, D. Becker2, H. Dickel3, S.M. John4, V. Mahler5, E. Rogosky6, C. Skudlik4, E. Wagner7, E. Weisshaar8, T.L. Diepgen8 für die Arbeitsgruppe “Bewertung der Allergene bei BK 5101” der Arbeitsgemeinschaft für Beruf
1Informationsverbund Dermatologischer Kliniken Universität Göttingen; 2Universitäts-Hautklinik Mainz; 3Universitäts-Hautklinik Bochum, 4Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Universität Osnabrück, 5Universitäts-Hautklinik Erlangen; 6Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften Sankt Augustin; 7Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Berlin; 8Abteilung Klinische Sozialmedizin Universitätsklinikum Heidelberg
Die nachfolgenden Empfehlungen dienen zur Beurteilung der Auswirkung einer beruflich erworbenen Kontaktallergie gegenüber Parabenen im Hinblick auf die dadurch verschlossenen Arbeitsmöglichkeiten, wie diese für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bei berufsbedingten Hauterkrankungen nach BK Nr. 5101 der Berufskrankheitenverordnung notwendig ist. Correspondence to:
PD Dr. med. Johannes Geier; IVDK, Universitäts-Hautklinik, von-Siebold-Straße 3, D–37075 Göttingen
Email: jgeier@ivdk.org
Originalarbeit
Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes wurde erheblich erweitert und wird jetzt kontinuierlich aktualisiert
W. Scheuermann
Abstract
W. Scheuermann
Abteilung Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg
Das Informationssystem der deutschen Gesundheitsberichterstattung wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert. Der zweite Gesundheitsbericht für Deutschland nach 1998 ist veröffentlicht worden. Das vorherrschende Gesundheitsproblem ist heute der rasche Alterungsprozess der deutschen Bevölkerung. Aber allgemein ist die Entwicklung positiv. Herzerkrankungen und Schlaganfall gehen zurück, und die Sterblichkeit an Krebserkrankungen sinkt. Allerdings profitieren nicht alle Bevölkerungsgruppen von dieser Entwicklung. Und psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch.Correspondence to:
Dr. W. Scheuermann; Abteilung Klinische Sozialmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg, Thibautstraße 3, D-69115 Heidelberg
Email: Wolfgang.Scheuermann@med.uni-heidelberg.de
Brief an den Herausgeber
Einschätzung der Folgen berufsbedingter UV-Exposition
H. Fabry