Jahrgang 38, No. 1/2012(Januar)
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Atemwegs- und Lungenkrankheiten
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Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 1
Editorial
M. Schmidt
Editorial für den Start der Serie „Literatur-Kommentar“
A. Gillissen
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 2
Editorial für den Start der Serie „Literatur-Kommentar“
A. Gillissen
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Rauchertelefon – aktuelle Entwicklungen und effektive Kurzberatung zum Rauchstopp
M. Stulik
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 3–7
Rauchertelefon – aktuelle Entwicklungen und effektive Kurzberatung zum Rauchstopp
M. Stulik
Zentrale Gesundheitsförderung und Prävention, Niederösterreichische Gebietskrankenkasse, St. Pölten, Österreich
Das österreichische Rauchertelefon hat sich in den letzten 5 Jahren als wirksames Instrument in der Tabakentwöhnung erwiesen und die Vernetzung im Gesundheitswesen ausgebaut. Das Rauchertelefon bietet mit den Faxmodellen „Rauchfrei bleiben! Per Fax.“ und „Rauchfrei werden! Per Fax.“ einen einfachen Zugang zu Rauchstopp-Beratung und Nachbetreuung. Diese Kooperationsmöglichkeit hat sich in zahlreichen Gesundheitszentren, Rehabilitationseinrichtungen und Arztpraxen etabliert. In der ärztlichen Praxis steht für die Beratung rauchender Patientinnen und Patienten nur ein begrenztes Zeitkontingent zur Verfügung. Da es in diesem Rahmen oft nicht möglich ist, eine längerfristige Tabakentwöhnung anzubieten, ist ein Netzwerk von kompetenten Anlaufstellen zur Tabakentwöhnung hilfreich. International hat sich deshalb die Zusammenarbeit von Rauchstopptelefonen mit dem Gesundheitswesen bewährt. So kann nach Ansprache des Rauchverhaltens und Empfehlung des Rauchstopps zur Abstinenzerreichung an ein externes, evidenzbasiertes Entwöhnungsangebot verwiesen werden.Correspondence to:
Mag. Melanie Stulik
Zentrale Gesundheitsförderung und Prävention
Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
Kremser Landstraße 3
A–3100 St. Pölten
Email: info@rauchertelefon.at
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Das österreichische Tabakgesetz und die Luftqualität in der Gastronomie
M. Neuberger und H. Moshammer
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 8–11
Das österreichische Tabakgesetz und die Luftqualität in der Gastronomie
M. Neuberger und H. Moshammer
Abteilung für Präventivmedizin, Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien, Österreich
Die PM2,5-Konzentrationen in Raucherlokalen sind um ein Vielfaches höher als Außenkonzentrationen und überschreiten Außen-Grenzwerte sogar in „Nichtraucherzimmern“. An einer verkehrsreichen Straße in Wien ist das kardiovaskuläre Sterberisiko um ca. 7% erhöht und bei 8-stündiger Arbeit in der Gastronomie um ca. 20%.Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. M. Neuberger
Abteilung für Präventivmedizin
Institut für Umwelthygiene
Medizinische Universität Wien
Kinderspitalgasse 15
A–1095 Wien
Email: manfred.neuberger@meduniwien.ac.at
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Allgemeines Krankenhaus Linz auf dem Weg zum rauchfreien Krankenhaus – Silberzertifizierung
H.A.E. Schinko, A.-M. Dieplinger und M. Weilguny
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 12–15
Allgemeines Krankenhaus Linz auf dem Weg zum rauchfreien Krankenhaus – Silberzertifizierung
H.A.E. Schinko, A.-M. Dieplinger und M. Weilguny
Abteilung Pneumologie, Allgemeines Krankenhaus Linz, Österreich
Gesundheit ist ein bidirektionaler Prozess: Krankenhäuser sehen ihre Aufgabe meist im Wiederherstellen der Gesundheit, während es ebenso ihre Aufgabe ist, auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu achten und für eine Sekundärprävention bei Erkrankten zu sorgen. Spitäler sind Gesundheitseinrichtungen, die erst dann glaubhaft werden, wenn sie tatsächlich Gesundheit fördern bzw. Gesundheitseinstellungen leben. Tabakverzicht, Tabakentwöhnung und Rauchfreiheit sind dabei multidisziplinäre Anliegen, da Tabakkrankheiten in sämtlichen medizinischen Fächern gefunden werden. Großkrankenhäuser haben durch die große Zahl ambulanter und stationärer Patienten sowie deren Angehörige eine besondere Reichweite. Das Allgemeine Krankenhaus Linz hat sich als ein Zentralkrankenhaus mit 1.000 Betten und über 200.000 ambulanten und stationären Patienten pro Jahr dem Verband gesundheitsfördernder Krankenhäuser angeschlossen, bei denen Raucherbehandlung und Rauchfreiheit zentrale Anliegen sind. Dabei wurde das Silberniveau erreicht, bei dem 75% der Forderungen realisiert wurden. Die Stufen bis zum Goldlevel könnten anders phrasiert als 1. Rauchbewusstsein, 2. Rauchbeschränkung und schließlich 3. Rauchfreiheit aufgefasst werden. Selbst bis zum Silberniveau bedarf es einer umfassenden Motivation, Strategie und Organisation, bei der die Patienten und möglichst viele Mitarbeiter bis hinauf zu den Krankenhausdirektionen einzubinden sind. Rauchreduktion ist ein fortschreitendes langjähriges Unterfangen, das auf Breitenwirkung setzt.Correspondence to:
Prim. Dr. med. H.A.E. Schinko
Abteilung Pneumologie
Allgemeines Krankenhaus Linz
Krankenhausstraße 9
A–4020 Linz
Email: herwig.schinko@akh.linz.at
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Tabakrauchexposition in der Schwangerschaft und post partum. Das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung und Motivational Interviewing
W. Hannöver und H.-J. Hannich
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 16–21
Tabakrauchexposition in der Schwangerschaft und post partum. Das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung und Motivational Interviewing
W. Hannöver und H.-J. Hannich
Institut für Medizinische Psychologie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Greifswald
Tabakrauchexposition in der Schwangerschaft resultiert in erhöhten Risiken für a) Eileiterschwangerschaften, b) spontane Aborte, c) placenta previa, d) vorzeitige Plazentaablösung, e) vorzeitigen Blasensprung und f) Frühgeburt. Für Präeklampsie gilt sie als protektiver Faktor. Bei Neugeborenen bestehen Risiken für a) geringes Geburtsgewicht, b) perinatale Sterblichkeit, c) plötzlichen Kindstod und d) Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten. Als wirksame Interventionsmodalitäten gelten nach einem Cochrane Review: a) externe Anreize zum Rauchverzicht, b) kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen, c) pharmakotherapeutische Maßnahmen. Die Interventionen zeigen durchweg kleine Effekte. Interventionen zur Rückfallprophylaxe post partum verschieben den Zeitpunkt des Rückfalls um ein halbes Jahr. Über diesen Zeitraum hinaus konnte eine Wirksamkeit empirisch nicht belegt werden. Das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung wurde in bevölkerungsorientierten Studien zum Tabakrauchen untersucht, und Interventionen auf dessen Basis erwiesen sich als wirksam. Das Transtheoretische Modell besteht aus 3 Komponenten: a) Stadien der Änderungsbereitschaft, b) Strategien der Verhaltensänderung und c) als abhängige oder Ergebnisvariablen die kognitive Bilanzierung und die Selbstwirksamkeit. Rückfälle auf ein früheres Niveau sind in jeder Stufe möglich. Ein Stadienfortschritt ist prädiktiv für eine Verhaltensänderung. Die Motivierende Gesprächsführung ist eine klientenzentrierte, direktive Methode zur Verbesserung der intrinsischen Motivation für eine Veränderung mittels der Erforschung und Auflösung von Ambivalenz. Sie fußt auf den Grundprinzipien a) Ausdrücken von Empathie, b) Entwicklung von Diskrepanzen, c) Aufnahme des Widerstands und d) Förderung der Selbstwirksamkeitserwartung.Correspondence to:
PD Dr. phil. Dr. rer. med. habil. W. Hannöver
Institut für Medizinische Psychologie
Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Walther-Rathenau-Straße 48
D–17487 Greifswald
Email: wolfgang.hannoever@uni-greifswald.de
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Wandel der pneumologisch relevanten Berufskrankheiten – was hat sich für die Pathologie geändert?
A. Fisseler-Eckhoff und H. Bartsch
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 22–26
Wandel der pneumologisch relevanten Berufskrankheiten – was hat sich für die Pathologie geändert?
A. Fisseler-Eckhoff und H. Bartsch
Institut für Pathologie und Zytologie, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Wiesbaden
Aufgrund der Entwicklung neuer Techniken und Verfahren, der Etablierung neuer Substanzen, Stoffe und Stoffgruppen im Arbeitsprozess, neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und verbesserter Nachweismethoden hat sich die Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz in den letzten Jahren nicht verringert, sondern eher erhöht. Vor allem die Lunge stellt in diesem Zusammenhang ein stark belastetes Organ da. Epidemiologische Studien haben den Zusammenhang zwischen der Partikelbelastung der Luft, der Schadstoffexposition und dem Auftreten fibrosierender und neoplastischer Lungen- und Pleuraerkrankungen belegt. Die daraus entstehenden Konsequenzen sind verschärfte Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz oder das Verbot der Substanzen, um den Arbeiter besser zu schützen, und die Einführung neuer Berufskrankheiten, in deren Bewertung der Pathologie eine richtungsweisende Aufgabe zukommt.Correspondence to:
Prof. Dr. med. A. Fisseler-Eckhoff
Institut für Pathologie und Zytologie
Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH
Ludwig-Erhard-Straße 100
D-65199 Wiesbaden
Email: mail@pathologie-wiesbaden.de
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Pneumokoniosen in Österreich
M. Neuberger
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 27–29
Pneumokoniosen in Österreich
M. Neuberger
Abteilung Präventivmedizin, Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien, Österreich
Berufliche Lungenerkrankungen nahmen seit 2007 wieder zu. An der Spitze steht das Berufsasthma. Allein im letzten Jahr sind 133 Fälle von allergischem Asthma von der AUVA anerkannt und 41 Fälle berentet worden. Beim irritativ-toxischen Asthma waren es 88 anerkannte und 53 entschädigte Fälle. Einen wesentlichen Anteil an der Zunahme anerkannter beruflicher Lungenerkrankungen hat das Pleuramesotheliom, das zu einem hohen Anteil auch entschädigt wurde. Der bisherige Gipfel berenteter Mesotheliome wurde 2008 mit einem Neuzugang von 35 Fällen erreicht. Asbest-Lungenkrebs zeigte mit 15 bis 19 entschädigten Fällen pro Jahr keinen Trend. Im letzten Jahr wurden 10 Nasen/Nebenhöhlenkarzinome durch Holzstaub berentet. Ferner wurden exogenallergische Alveolitiden, Hartmetallfibrosen, Aluminosen, eine Byssinose und eine Berylliose diagnostiziert. Fehldiagnosen von Berylliosen als Lungensarkoidosen sind anzunehmen.Correspondence to:
o. Univ.-Prof. Dr. med. M. Neuberger
Abteilung Präventivmedizin
Institut für Umwelthygiene
Medizinische Universität Wien
Kinderspitalgasse 15
A-1095 Wien
Email: manfred.neuberger@meduniwien.ac.at
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Neue Berufskrankheiten in Deutschland
D. Nowak
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 30–34
Neue Berufskrankheiten in Deutschland
D. Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Universität München – Innenstadt
Am 1.7.2009 wurden in Deutschland fünf neue Berufskrankheiten in die Liste aufgenommen. Es handelt sich um folgende neue Positionen (Nummer und Legalposition): Berufskrankheit 2112: Gonarthrose durch eine Tätigkeit im Knien oder vergleichbare Kniebelastung mit einer kumulativen Einwirkungsdauer während des Arbeitslebens von mindestens 13.000 Stunden und einer Mindesteinwirkungsdauer von insgesamt einer Stunde pro Schicht. Berufskrankheit 1318: Erkrankungen des Blutes, des blutbildenden und des lymphatischen Systems durch Benzol. Berufskrankheit 4113: Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(μg/m3) × Jahre]. Berufskrankheit 4114: Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50% nach der Anlage 2 entspricht. Berufskrankheit 4115: Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen – (Siderofibrose). Hintergrund und Meldekriterien werden im vorliegenden Artikel skizziert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München – Innenstadt
Ziemssenstraße 1
D-80336 München
Email: dennis.nowak@med.lmu.de
30. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin” Teil II, Linz, 4. – 5. März 2011
Empfehlung für die Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten – Falkensteiner Empfehlung
N. Kotschy-Lang, H. Otten und M. Duell
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 35–37
Empfehlung für die Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten – Falkensteiner Empfehlung
N. Kotschy-Lang, H. Otten und M. Duell
Berufsgenossenschaftliche Klinik für Berufskrankheiten, Falkenstein
Mit der Falkensteiner Empfehlung werden erstmalig die medizinischen und rechtlichen Grundlagen der Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten umfassend beschrieben. Die Maßgaben der Empfehlung wurden von den Beteiligten (Vertretern der beteiligten medizinischen Fachgesellschaften, der Deutschen Staatlichen Gewerbeärzte und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung – DGUV) ausschließlich im Konsens vereinbart. Die UV-Träger-Entscheidungen über die Anerkennung asbestbedingter Berufskrankheiten können damit künftig wesentlich besser nach einheitlichen Kriterien getroffen und nachvollzogen werden. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da in den nächsten Jahren die Zahl der durch beruflichen Asbestkontakt verursachten Erkrankungen noch keineswegs spürbar zurückgehen dürfte.Correspondence to:
Dr. med. Nicola Kotschy-Lang
Berufsgenossenschaftliche Klinik für Berufskrankeiten
Lauterbacherstraße 16
D-08223 Falkenstein
Email: dr.kotschy-lang@klinik-falkenstein.de
Serie: Literatur-Kommentar
Masken- und Mundlecks bei CPAP-Therapie verschlechtern die Therapie-Adhärenz
K.-H. Rühle
Abstract
Atemwegs- und Lungenkrankheiten, Jahrgang 38, Nr. 1/2012, S. 38–39
Masken- und Mundlecks bei CPAP-Therapie verschlechtern die Therapie-Adhärenz
K.-H. Rühle
Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Klinik für Pneumologie
Ambrocker Weg 60
D–58091 Hagen
Email: Klinik-Ambrock.Pneumo@t-online.de
Industrienachrichten, Ankündigung
Abstract
Industrienachrichten, Ankündigung