Jahrgang 36, No. 5/2010(Mai)
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Atemwegs- und Lungenkrankheiten
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Update pneumologischer Diagnostik
Update Bronchoskopie
R.W. Hauck und U. Gropper
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 5/2010, S. 177–183
Update Bronchoskopie
R.W. Hauck und U. Gropper
Medizinische Abteilung II, Lungenzentrum SüdOst, Kreisklinik Bad Reichenhall
Die technische Weiterentwicklung der Fiberbronchoskopie hat insbesondere die Diagnostik von Lungentumoren und deren Vorstufen kontinuierlich verbessert. Verschiedene Verfahren konkurrieren und ergänzen sich in ihrer diagnostischen Wertigkeit: Autofluoreszenz-Bronchoskopie beruht auf dem Prinzip eines veränderten Lichtbrechungsverhaltens alterierter luminaler Wandstrukturen. Sie verschafft eine erhöhte Sensitivität gegenüber dysplastischen Veränderungen bei konsekutiv reduzierter Spezifität. Narrow Band Imaging (NBI) verbessert durch die Einengung des Weißlicht-Farbspektrums die Darstellung atypischer Gefäßeinsprossungen in die Bronchialschleimhaut, die gehäuft mit plattenepithelialen Angiodysplasien einhergehen. Konfokale Fluoreszenzmikroendoskopie basiert auf Lasertechnik und ermöglicht es, zelluläre und subzelluläre epitheliale Mikrostrukturen darzustellen. Darauf beruht das Potenzial einer verbesserten Abbildung prämaligner Veränderungen. Endobronchialer Ultraschall (EBUS) verknüpft die Vorteile eines erhöhten Auflösungsvermögens mit zeitgleicher Duplexsonografie und erreicht damit eine zielgenaue und sichere Lymphknotenbiopsie. EBUS-gesteuerte transbronchiale Nadelbiopsien (TBNA) erhöhen im Vergleich zu PET und CT die Ausbeute in der Lymphknotendiagnostik und optimieren damit das mediastinale Staging. Elektromagnetische Navigation ermöglicht die intrapulmonale Lokalisation und Steuerung einer Sonde unter Zuhilfenahme eines elektromagnetischen Feldes. Der Stellenwert des Verfahrens liegt in der Diagnostik peripherer Läsionen, gegebenenfalls in Kombination mit EBUS. Virtuelle Bronchoskopie unterstützt ebenso die Ansteuerung peripherer Herde und erleichtert insbesondere weniger erfahrenen Untersuchern die Navigation im Bronchialsystem. Optische Koherenztomografie (OCT) beruht auf der Laufzeitmessung von Lichtsignalen und ist als luftdurchdringendes Verfahren für die Lungendiagnostik prädestiniert. Das Verfahren bietet Potenzial in der Darstellung präkanzeröser Veränderungen. Bronchoskopisches Mikrosampling stellt ein Verfahren für quantitative Analyse des Alveolarkompartiments dar. Zur Abschätzung des Stellenwertes einiger der beschriebenen Verfahren für die Diagnostik prämaligner Veränderungen und bilddiagnostisch dokumentierter Lungentumore bedarf es noch weiterer Studien.Correspondence to:
Prof. Dr. med. R.W. Hauck
Dr. med. U. Gropper
Medizinische Abteilung II
Lungenzentrum SüdOst
Kreisklinik Bad Reichenhall
Riedelstraße 5
D–83435 Bad Reichenhall
Email: rw.hauck@bglmed.de
Update pneumologischer Diagnostik
Bodyplethysmografie und Diffusionsmessung
D. Köhler
Abstract
Bodyplethysmografie und Diffusionsmessung
D. Köhler
Update pneumologischer Diagnostik
Bronchiale Provokation
R. Merget
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 5/2010, S. 189–192
Bronchiale Provokation
R. Merget
BGFA – Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität, Bochum
Bei unspezifischen Provokationstests (Methacholintests) steht die Forderung nach Verwendung standardisierter Protokolle weiterhin im Vordergrund. Die von der American Thoracic Society (ATS) empfohlenen Tests sind in Deutschland nur schwer technisch umzusetzen. Kürzlich wurde ein ATS-adaptiertes Dosimeterprotokoll validiert, das mit einer in Deutschland kommerziell verfügbaren Ausrüstung durchgeführt wird und als Alternative zur weit verbreiteten Reservoirmethode empfohlen werden kann. Spezifische Provokationstests sind hinsichtlich der Durchführung und Interpretation wesentlich komplexere Tests und beinhalten eine Gefährdung für den Patienten. Die Indikation ist überwiegend bei der Diagnostik von Berufsasthma gegeben. Erste Ergebnisse zeigen, dass begleitende nichtinvasive Verfahren wie serielle Methacholintests oder Stickstoffmonoxid-Messungen in der Ausatemluft die Testeffizienz steigern können.Correspondence to:
Prof. Dr. med. R. Merget
BGFA – Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin
der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Institut der Ruhr-Universität Bochum
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
D-44789 Bochum
Email: merget@bgfa.de
Atemphysiotherapie 2009
Autogene Drainage (AD) – noch zeitgemäß?
S. Weise
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 5/2010, S. 193–199
Autogene Drainage (AD) – noch zeitgemäß?
S. Weise1,2
1Berufsfachschule für Physiotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2Physiotherapie-Praxis, München
Die Autogene Drainage (AD) bzw. die Modifizierte Autogene Drainage (MAD) sind Selbsthilfetechniken zur Reinigung der Atemwege. Betroffene lernen, ihr Sekret effektiv aus den kleinen Atemwegen zu mobilisieren, in die zentralen Bronchien zu transportieren, um es dann aus den großen Atemwegen mit geringer Hustenarbeit schonend zu eliminieren. Auf der Grundlage der MAD wurden weitere Therapieformen entwickelt. Bei diesen Weiterentwicklungen werden die angenommenen Wirkmechanismen der MAD durch zusätzliche Techniken ergänzt und intensiviert. Eine dieser von uns entwickelten Therapieformen soll hier vorgestellt werden.Correspondence to:
Sabine Weise
Berufsfachschule für Physiotherapie der LMU München
Klinikum Großhadern
Marchioninistraße 15
D–81377 München
Email: slgweise@web.de
Atemphysiotherapie 2009
Reizhusten – was leistet die Atemphysiotherapie?
D. Pfeiffer-Kascha
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 5/2010, S. 200–204
Reizhusten – was leistet die Atemphysiotherapie?
D. Pfeiffer-Kascha
Physiotherapie-Praxis Röske, Wuppertal
Husten stellt nicht nur einen Reflex und einen Reinigungsmechanismus dar, sondern zeigt sich als Symptom zahlreicher Erkrankungen. Der Reizhusten mit einer Hustenrezeptorenreizung unterschiedlicher Genese lässt sich nicht immer zufriedenstellend medikamentös beeinflussen. Die Atemphysiotherapie stellt eine weitere Therapieoption des unproduktiven Hustens dar. Ziel ist es, den Betroffenen mit speziellen Techniken in die Lage zu versetzen, den Hustenreiz zu vermeiden, zu dämpfen oder den unvermeidbaren Husten zu dämpfen. Voraussetzung ist die Wahrnehmung des Hustenreizes und möglicher Ursachen. Das Hustengeschehen kann somit aktiv beeinflusst werden.Correspondence to:
Dorothea Pfeiffer-Kascha
Physiotherapie-Praxis Röske
Hofkamp 33
D–42103 Wuppertal
Email: d.pfeiffer-kascha@wtal.de
Atemphysiotherapie 2009
Ist Atemphysiotherapie evidenzbasierte Therapie? Darstellung am Beispiel der oszillierenden PEP-Techniken – Grundlagen und Ergebnisse
U.H. Cegla
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 5/2010, S. 205–216
Ist Atemphysiotherapie evidenzbasierte Therapie? Darstellung am Beispiel der oszillierenden PEP-Techniken – Grundlagen und Ergebnisse
U.H. Cegla
Medizinisches Fortbildungs- und Schulungszentrum, Montabaur
Von der heutigen Therapie wird verlangt, dass sie evidenzbasiert ist, das heißt ihre Wirksamkeit muss durch klinische Studien, die festgelegten statistischen Anforderungen genügen, bewiesen sein. Für die oszillierenden PEP-Geräte (Flutter, RC-Cornet und Acapella) ist diese “Wirksamkeit” bewiesen. Die einzelnen Geräte zeigen bei unterschiedlicher Einstellung bzw. Neigung (Flutter) bei gleich großem Atemdruck unterschiedliche Flüsse und Frequenzen. Darüber hinaus ist bei den einzelnen Geräten je nach Einstellung auch der entstehende positive Ausatemdruck (PEP) im Sinne eines dauerpositiven Drucks, wie bei der PEP-Maske (statischer PEP), bzw. kombinierter PEP (Dauer positiver Druck mit aufgesetzten Druckschwankungen) oder dynamischer PEP (der Druck steigt von Null auf ein Maximum und fällt auf Null zurück) zu erreichen. Auch das zeitliche Verhalten des PEP-Anstiegs kann durch die Geräteeinstellungen beeinflusst werden (symmetrischer PEP, meist in Form einer Sinusschwingung, und asymmetrischer PEP, bei dem der Druck langsam ansteigt, um dann abrupt abzufallen). Das Druck- und Frequenzverhalten der einzelnen oszillierenden PEP-Geräte bei steigendem Druck wurde untersucht. Bei Normalpersonen wurde an den oszillierenden PEP-Geräten in verschiedenen Einstellungen der als “angenehm empfundene Druck” ermittelt; dieser lag deutlich höher (etwa ein Drittel) als bei einer Gruppe von 50 obstruktiven Patienten, bei denen der jeweils aufgebrachte Druck beim Blasen in die verschiedenen Einstellungen des RC-Cornet gemessen wurde. Anhand der entstehenden unterschiedlichen PEP-Druck-Formen werden Vorschläge zur Einstellung der Geräte zur Therapie unterschiedlicher Störungen gemacht. Die Durchsicht der bestehenden Literatur zeigt, dass die Therapie mit oszillierenden PEP-Geräten evidenzbasiert ist.Correspondence to:
Prof. Dr. med. U.H. Cegla
Horresser Berg 1
D–56410 Montabaur
Email: U.Cegla@onlinehome.de
Pro – Con Diskussion der Deutschen Atemwegsliga
Abstract
Pro – Con Diskussion der Deutschen Atemwegsliga
Serie Forum Lunge
Das “Marcel-Proust-Syndrom”
J. Baltsch