Jahrgang 36, No. 1/2010(Januar)
|
Atemwegs- und Lungenkrankheiten
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 24.00$ |
 |
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Editorial
Ch. Klien, K. Aigner, R. Jäger und M. Neuberger
Abstract
Ch. Klien, K. Aigner, R. Jäger und M. Neuberger
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Schadstoffe bei verschiedenen Schweißverfahren
N. Neiss
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 3–7
Schadstoffe bei verschiedenen Schweißverfahren
N. Neiss
Technische Abteilung, ÖSBS – Österreichische Staub-(Silikose-) Bekämpfungsstelle, Leoben, Österreich
Schweißrauch ist nach wie vor ein bedeutender Luftschadstoff an Arbeitsplätzen. Die seit 60 Jahren bestehende Technische Abteilung der ÖSBS misst und untersucht Schadstoffexpositionen von Arbeitnehmern – speziell auch Schweißrauch – in österreichischen Betrieben. Nach einem Exkurs in die gesetzlichen Grundlagen wird beschrieben, wie man die Gefährdung anhand von Schweißverfahren, Grund- und Zusatzmaterialien, Emissionsrate und Wirkungsklasse abschätzen kann. Abgerundet wird die Betrachtung mit Vorschlägen zur Minderung der inhalativen Exposition.Correspondence to:
Dipl.-Ing. N. Neiss
Technische Abteilung
ÖSBS – Österreichische Staub-(Silikose-)Bekämpfungsstelle
Einödmayergasse 8 – 12
A–8700 Leoben
Email: oesbs-leoben@auva.at
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz (VGÜ) 2008
S. Kapelari
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 8–9
Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz (VGÜ) 2008
S. Kapelari
Abteilung Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene, Sektion Arbeitsrecht und Zentral-Arbeitsinspektorat, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Wien, Österreich
Die Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz ist überarbei- tet worden. Die neuen Bestandteile können auf http://www.arbeitsinspektion.gv.at/AI/Gesundheit/Gesundheitsueberwachung/default. htm abgerufen werden.Correspondence to:
Dr. med. Sonja Kapelari
Abteilung Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene
Sektion Arbeitsrecht und Zentral-Arbeitsinspektorat
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Favoritenstraße 7
A–1040 Wien
Email: sonja.kapelari@bmask.g.at
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Nanopartikel: bekannte und neue Umweltgefahren
M. Neuberger und H. Moshammer
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 10–13
Nanopartikel: bekannte und neue Umweltgefahren
M. Neuberger und H. Moshammer
Abteilung für Präventivmedizin, Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien
Quellen, Pfade, Toxikokinetik und -dynamik von Umweltaerosolen hängen von ihrer Korngröße ab. Von ernsten Gesundheitsschäden durch kleine Partikel sind das Herz-Kreislauf-System und die Atmungsorgane betroffen. Da keine Wirkschwellen existieren, muss die bevölkerungsgewichtete Exposition überall reduziert werden, unabhängig von der Ausgangskonzentration. Gegenwärtig dominieren Verbrennungsprozesse die Exposition, vor allem Kfz-Verkehr und Tabakrauch. Zukünftige Expositionen durch neue Technologien könnten die bestehenden Risiken erhöhen.Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. M. Neuberger
Abteilung Präventivmedizin
Institut für Umwelthygiene
Medizinische Universität Wien
Kinderspitalgasse 15
A–1095 Wien
Email: manfred.neuberger@meduniwien.ac.at
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Nanopartikel am Arbeitsplatz
K. Schmid, B. Danuser und M. Riediker
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 14–20
Nanopartikel am Arbeitsplatz
K. Schmid, B. Danuser und M. Riediker
Institut für Arbeit und Gesundheit, Lausanne
Nanopartikel sind sehr kleine Partikel, die gezielt so hergestellt sind, dass ihr Durchmesser kleiner als etwa 100 nm ist [1]. Sie werden in der Industrie eingesetzt, weil Materialien mit solch kleinen Dimensionen oft neue Eigenschaften aufweisen, die sie vom Ursprungsmaterial unterscheidet. Das Potenzial für mögliche Gesundheits- und Umwelteffekte von Nanomaterialien wird zurzeit intensiv diskutiert, denn die möglichen Effekte der neuen Eigenschaften auf Umwelt und Gesundheit sind erst unvollständig geklärt. Für die Abklärung der Risiken ist es wichtig, Informationen über die möglichen Expositionen und mögliche Freisetzungen in die Umwelt zu haben. Bisher wurden aber Daten über eingesetzte Stoffmengen und Materialarten selten systematisch erhoben. Wir haben in der Schweiz eine repräsentative Studie durchgeführt, um den Einsatz von Nanopartikeln im gesamten Industriesektor abschätzen zu können. Diese Studie ist unseres Wissens weltweit die erste solche Studie. Sie verwendete die Definition von Nanopartikeln, welche Nanofasern und Agglomerate von Nanopartikeln mit einschließt. Geschätzte 1.300 Arbeiter in 600 Firmen sind direkt an einer Nanopartikelanwendung beteiligt und könnten somit exponiert werden. Dies sind etwa 0,6% der Firmen und etwa 0,08% der Arbeiter des Schweizer Produktionssektors. Um nun zu bestimmen, ob solche Arbeiter mit Nanopartikel in Kontakt kommen oder nicht, stehen verschiedene Messmethoden zur Verfügung. Die aktuelle Technik erlaubt eine quantitative Messung der Anzahl der Partikel in der Luft, deren Masse oder auch Oberfläche. Diese Messgrößen allein geben zwar Hinweise auf die Präsenz von Nanopartikeln, die möglichen Gesundheitseffekte einer Exposition sind aber erst unvollständig abgeklärt und erlauben keine abschließende Risikoanalyse für den Arbeitsplatz. Mehrere Aktionspläne für die Entwicklung eines sicheren und nachhaltigen Umgangs mit Nanomaterialien wurden in den letzten Jahren gestartet (EU, Schweiz). Internationale und nationale Organisationen entwickelten Guidelines und Empfehlungen für industrielle Anwendungen (Internationale Organisation für Normung – ISO, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt – SUVA, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – BAuA, zusammen mit dem Verband der Chemischen Industrie – VCI). Diese generellen Informationen müssen nun in die Industrie transferiert und an die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Unternehmen angepasst werden. Die aufgezeigte, relativ geringe Verbreitung von Nanopartikelanwendungen in der Industrie weist darauf hin, dass heute Schutzmaßnahmen noch proaktiv und kostengünstig entwickelt und eingeführt werden können. Aber sollte die vorhergesagte “Nano-Revolution” wirklich eintreten, ist die Zeit gekommen, jetzt aktiv zu werden.Correspondence to:
K. Schmid, Dipl. Umwelt Natw. ETH
Institut für Arbeit und Gesundheit
Rue du Bugnon 21
CH–1011 Lausanne
Email: Kasparschmid@alumni.ethz.ch
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Tabakentwöhnung in Kooperation mit dem österreichweiten Rauchertelefon
A.M. Stummer, U. Stadlhofer und S. Meingassner
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 21–24
Tabakentwöhnung in Kooperation mit dem österreichweiten Rauchertelefon
A.M. Stummer, U. Stadlhofer und S. Meingassner
Gesundheitsförderung und Prävention, Niederösterreichische Gebietskrankenkasse, St. Pölten
Die WHO zählt die telefonische Tabakentwöhnung zu den drei wichtigsten Maßnahmen einer umfassenden Tabakpräventionsstrategie. In Österreich leistet das Rauchertelefon seit seiner Gründung im Mai 2006 diesen zentralen Beitrag. Das österreichweite Rauchertelefon bietet für die Tabakentwöhnung sowie für die Aufrechterhaltung eines rauchfreien Lebens adäquate Beratungskonzepte an, die sich als sinnvoll, effizient und langfristig wirksam herausgestellt haben. In diesem Artikel werden zwei Kooperationsmodelle vorgestellt, welche die Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen mit dem Rauchertelefon forcieren. Abschließend geben einige statistische Kenngrößen aus dem Jahr 2008 Einblick in die Inanspruchnahme des Rauchertelefons sowie in das Abhängigkeitsprofil des Beratungsklientels.Correspondence to:
Mag. Alexandra M. Stummer
Gesundheitsförderung und Prävention
Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
Kremser Landstraße 3
A–3100 St. Pölten
Email: alexandra.stummer@noegkk.at
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Auf dem Weg zum rauchfreien Krankenhaus
M. Metzler-Rintersbacher
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 25–27
Auf dem Weg zum rauchfreien Krankenhaus
M. Metzler-Rintersbacher
Arbeits- und Psychosozialmedizin, Supervision und Coaching, Krankenhaus der Elisabethinen, Linz, Österreich
Im Sinne der Gesundheitsvorsorge für Mitarbeiter, Patienten und Besucher und gefordert durch das Gesetz (Mutterschutzgesetz, Arbeitnehmerschutzgesetz, Tabakgesetz u.a.) ist es für eine Krankenanstalt notwendig, rauchfrei zu werden. “Ein Krankenhaus, in dem geraucht wird, in ein rauchfreies Krankenhaus zu verwandeln, ist kein einfaches Unterfangen und bedarf eines jahrelangen, unaufhörlichen Einsatzes.” (Europäischer Leitfaden zur Schaffung rauchfreier Krankenhäuser). Voraussetzung zur Umsetzung sind eine gesundheitsfördernde Politik, öffentliche Netzwerke und Plattformen, die krankenhausinterne Kooperation in Bezug auf Information, Arbeitskreise und Präventionsangebote. Die Einführung des “rauchfreien Krankenhauses” ist nur in Zusammenhang mit Hilfsangeboten zur Rauchentwöhnung denkbar.Correspondence to:
Dr. med. M. Metzler-Rintersbacher
Arbeits- und Psychosozialmedizin,
Supervision und Coaching
Krankenhaus der Elisabethinen
Fadingerstraße 1
A–4010 Linz
Email: maria.metzler@elisabethinen.or.at
28. Workshop “Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin”
Erste Erfahrungen mit Feinstaubmessungen (PM 10; PM 2,5; PM 1,0) im Krankenhaus der Elisabethinen
F. Wimberger, G. Prinz und K. Aigner
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 28–34
Erste Erfahrungen mit Feinstaubmessungen (PM 10; PM 2,5; PM 1,0) im Krankenhaus der Elisabethinen
F. Wimberger, G. Prinz und K. Aigner
Abteilung für Pneumologie, Krankenhaus der Elisabethinen, Linz
Eine jüngst erschienene Studie belegt eine Verbesserung der Lebenserwartung durch Absenkung der Feinstaubbelastung in 51 US-Metropolen zwischen den späten 1970er und späten 1990er Jahren. Auch in Innenräumen zeigen sich Belastungen durch Feinstaub, die an die Werte der Außenbelastung herankommen. Insbesondere Laserdrucker, Fax und Kopiergeräte am Arbeitsplatz stellen wichtige Feinstaubemissionsquellen dar. Ein zunehmendes Problem ist der Feinstaub durch Zigarettenrauch, der auch in vermeintlichen Nichtraucherzonen eines Krankenhauses Werte erreicht, die sich nicht wesentlich von Raucherzonen unterscheiden und weit über den Grenzwerten von 50 µg/m3 liegen.Correspondence to:
Dr. med. F. Wimberger
Abteilung für Pneumologie
Krankenhaus der Elisabethinen
Fadingerstraße 1
A–4010 Linz
Email: franz.wimberger@elisabethinen.or.at
Originalarbeit
Nichtinterventionelle Multicenterstudie zur Therapie des unproduktiven Reizhustens mit Noscapin im Vergleich zu Codein/Dihydrocodein
M. Dahlheim, T. Schwartz und E. Bánffy-Jósika
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 1/2010, S. 35–40
Nichtinterventionelle Multicenterstudie zur Therapie des unproduktiven Reizhustens mit Noscapin im Vergleich zu Codein/Dihydrocodein
M. Dahlheim1, T. Schwartz2 und E. Bánffy-Jósika2
1Praxis für Kinderpneumologie, Mannheim, 2InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH, Heppenheim
Husten dient primär dazu, potenziell schädigende Substanzen, Fremdpartikel bzw. vermehrtes Sekret aus den Atemwegen zu entfernen. Gleichzeitig zählt Husten als Symptom unterschiedlichster Genese zu den häufigsten Anlässen, einen Arzt aufzusuchen. Die symptomatische Behandlung des quälenden unproduktiven Reizhustens mit Antitussiva spielt in der täglichen Praxis eine wichtige Rolle. Laut Leitlinie der entsprechenden Fachgesellschaften zählen die Opioid-Antitussiva Codein, Dihydrocodein (DHC) und Noscapin (Capval®) zum Goldstandard der antitussiven Therapie. Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, Daten aus der niedergelassenen Praxis zur Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Arzneimittel zu generieren, um valide Daten zur vergleichenden Nutzen-Risiko-Abschätzung zu erhalten. Die nichtinterventionelle, kontrollierte multizentrische Studie wurde zwischen Januar und Juni 2009 bei 22 hausärztlich niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten sowie Allgemeinmedizinern in Deutschland durchgeführt. 303 Patienten wurden eingeschlossen, die nach Maßgabe der Ärzte mit Codein/DHC oder Noscapin therapiert wurden. Als wichtiges Ergebnis dieser Studie konnte eine vergleichbare antitussive Wirkung der untersuchten Hustenpräparate gezeigt werden, wobei der Anteil an Patienten ohne Husten am Ende der Therapie in der Noscapin-Gruppe höher war. In beiden Gruppen gab es keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Unter Noscapin sind signifikant weniger unerwünschte Arzneimittelwirkungen aufgetreten, sodass für Noscapin im Vergleich zu Codein und Dihydrocodein ein günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis nachgewiesen wurde.Correspondence to:
Dr. med. M. Dahlheim
Praxis für Kinderpneumologie
Belchenstraße 1-5
D–68163 Mannheim
Email: praxis@kinderlunge.de