Jahrgang 36, No. 8/2010(August)
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Atemwegs- und Lungenkrankheiten
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Editorial
Symptome bei pulmonalen Erkrankungen
A. Gillissen
Abstract
Symptome bei pulmonalen Erkrankungen
Originalarbeit
Variabilität der Lungenfunktionsparameter bei Patienten mit persistierendem allergischem Asthma bronchiale
B. Butorac Petanjek, S. Popovic Grle, D. Vrankovic und D. Pelicaric
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 8/2010, S. 310–316
Variabilität der Lungenfunktionsparameter bei Patienten mit persistierendem allergischem Asthma bronchiale
B. Butorac Petanjek1, S. Popovic Grle1, D. Vrankovic2 und D. Pelicaric1
1Universitätsklinik für Lungenerkrankungen “Jordanovac”, Zagreb, 2Poliklinik für Atemwegserkrankungen, Zagreb, Kroatien
Die vorliegende Studie diente der Untersuchung der Variabilität der Lungenfunktionsparameter bei Patienten mit persistierendem allergischem Asthma bronchiale, bei denen eine gute Asthma-Kontrolle vorhanden ist. Patienten und Methoden: Es wurde eine Kontrollgruppe von 22 Gesunden und eine Gruppe von 40 Patienten mit persistierendem allergischem Asthma (GINA II und III) untersucht. Bei allen Probanden wurden klinische und funktionelle Untersuchungen durchgeführt (Anamnese, kutaner Prick-Test mit Standard-Inhalationsallergenen, Spirometrie und Fluss-Volumen-Kurve). Ergebnisse: Die tägliche Variabilität von FVC, FEV1, PEF und FEF50 war bei einzelnen Patienten mit allergischem Asthma höher als in der Kontrollgruppe. Bei Asthma-Patienten waren die an 3 Tagen gemessenen Variabilitätskoeffizienten für alle angegebenen Parameter höher als bei der Kontrollgruppe. Für FVC und FEV1 (gemessen an 3 Tagen) war der Unterschied der Messwerte innerhalb jeder Gruppe statistisch signifikant (p < 0,001). Die höchste Variabilität fand bei FEF50 statt. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen bezüglich des Variabilitätskoeffizienten war für FEV1 (p < 0,001), PEF (p < 0,005) und FEF50 (p < 0,001) statistisch signifikant. Zusammenfassung: Bei Patienten mit persistierendem allergischem Asthma ist eine höhere Variabilität der an 3 Tagen gemessenen Lungenfunktionsparameter auch bei guter Asthma-Kontrolle vorhanden.Correspondence to:
Dr. med. Bojana Butorac Petanjek
University Hospital for Lung Diseases “Jordanovac”
Jordanovac 104
10000 Zagreb
Kroatien
Email: dapetanj@inet.hr
Übersicht
Koinzidenz von Sarkoidose und Lungenkarzinom
H. Schweisfurth und L. Graseck
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 8/2010, S. 317–321
Koinzidenz von Sarkoidose und Lungenkarzinom
H. Schweisfurth und L. Graseck
Zentrum für Innere Medizin, Krankenhaus Forst GmbH
Die Sarkoidose ist eine Multisystemerkrankung unbekannter Ätiologie, die nicht verkäsende Epitheloidzellgranulome mit Riesenzellen bildet und sich hauptsächlich in der Lunge manifestiert. Die durchschnittliche Inzidenz liegt weltweit bei 16 (männlich) und 19 (weiblich) pro 100.000 Einwohner. In Deutschland wird die Inzidenz auf 10 – 12 pro 100.000 Einwohner und die Prävalenz auf 45 pro 100.000 Einwohner geschätzt. In einigen Studien wurde beschrieben, dass Sarkoidosepatienten ein erhöhtes Risiko haben, an verschiedenen Malignomen, insbesondere am Lungenkarzinom, zu erkranken. Die vorhandenen Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. So schwankt das Risiko, ein Lungenkarzinom bei bestehender Sarkoidose zu bekommen, zwischen 0,2- bis über 18-fach. Das Rauchen spielt sehr wahrscheinlich eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung des Lungenkarzinoms, da die Sarkoidosepatienten überwiegend Nichtraucher sind. Die Auswertung der verfügbaren Studien ergab insgesamt 15.529 Patienten mit Sarkoidose. Davon litten 126 (0,8%) der Sarkoidosepatienten an einem Lungenkarzinom. Bis heute ist nicht geklärt, welchen Einfluss die Sarkoidose auf die Lungenkarzinomentstehung hat. Am wahrscheinlichsten ist aber, dass der bei der Sarkoidose vorherrschende chronische Entzündungsprozess eine wichtige Ursache bei der Entstehung eines Lungenkarzinoms sein könnte.Correspondence to:
Prof. Dr. med. H. Schweisfurth
Zentrum für Innere Medizin
Krankenhaus Forst GmbH
Robert-Koch-Straße 35
D–03149 Forst
Email: H.Schweisfurth@t-online.de
Übersicht
Das Kompetenznetzwerk pneumologischer Weaningzentren “WeanNet”
B. Schönhofer und M. Pfeifer
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 8/2010, S. 322–325
Das Kompetenznetzwerk pneumologischer Weaningzentren “WeanNet”
B. Schönhofer1 und M. Pfeifer2
1Abteilung für Pneumologie und internistische Intensivmedizin, Klinikum Region Hannover GmbH, Krankenhaus Oststadt – Heidehaus, Hannover, 2Klinik Donaustauf, Zentrum für Pneumologie, Universität Regensburg, Donaustauf
Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) wurde die Arbeitsgruppe (AG) “Kompetenznetzwerk pneumologischer Weaningzentren” gegründet mit dem Ziel das bundesweit arbeitende Netzwerk “WeanNet” zu realisieren. Das wesentliche Ziel von WeanNet ist die Verbesserung der Zusammenarbeit der spezialisierten Weaningzentren und die Qualitätssicherung. Wichtige Instrumente innerhalb von WeanNet sind das Weaning-Register und die Akkreditierung der Zentren. In der Entwicklungsphase des Registers kooperierte die AG eng mit dem Institut für Lungenforschung (ILF). Den Betrieb der Datenbank und die Benutzerverwaltung hat das ILF übernommen. Weniger als ein Jahr nach dem Start des Registers haben sich bereits ca. 60 Weaningeinheiten eingeschrieben.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B. Schönhofer
Abteilung für Pneumologie und internistische Intensivmedizin
Klinikum Region Hannover GmbH
Krankenhaus Oststadt – Heidehaus
Podbielskistraße 380
D–30659 Hannover
Email: Bernd.Schoenhofer@t-online.de
Übersicht
Impfungen und Immunsuppression
A. Nebgen, D. Kieninger-Baum, W. Mannhardt-Laakmann und M. Knuf
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 8/2010, S. 326–335
Impfungen und Immunsuppression
A. Nebgen1, D. Kieninger-Baum1, W. Mannhardt-Laakmann1 und M. Knuf1,2
1Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Mainz, 2Klinik für Kinder und Jugendliche, Dr.-Horst-Schmidt-Klinik, Wiesbaden
Patienten mit Störungen der Immunfunktion unterschiedlichster Ausprägung und Genese sind einem höheren Risiko ausgesetzt, an Infektionen v. a. auch durch impfpräventable Erreger zu erkranken. Daher erscheint die Verabreichung von Impfungen gerade an diese Patientengruppe dringend indiziert. Gleichzeitig gilt es jedoch, bei diesen Patienten aufgrund der kompromittierten Immunfunktion ein bei Lebendimpfungen erhöhtes Impfrisiko im Sinne einer Erkrankung durch den Impfkeim bzw. bei Totimpfstoffen einen schwer einzuschätzenden Impfschutz im Sinne der suffizienten Bildung von als protektiv anzunehmenden Antikörpern zu berücksichtigen. Dieser Artikel stellt eine Übersicht der aktuellen Impfempfehlungen bei primären und sekundären Immundefekten vor, wobei eine Impfung im Zweifelsfall individuell unter Kenntnis der immunologischen Restfunktion bzw. nach Rücksprache mit einem spezialisierten immunologischen Zentrum erfolgen sollte.Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. M. Knuf
Klinik für Kinder und Jugendliche
HSK, Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken GmbH
Ludwig-Erhard-Straße 100
D–65199 Wiesbaden
Email: Markus.Knuf@hsk-wiesbaden.de
Serie
Leitsymptome der Pneumologie: Thoraxschmerz
F. Mickley, M. Heuer, J. Thiele und A. Hartmann
Abstract
Atemw.-Lungenkrkh., Jahrgang 36, Nr. 8/2010, S. 336–345
Leitsymptome der Pneumologie: Thoraxschmerz
F. Mickley1, M. Heuer2, J. Thiele3 und A. Hartmann2
1Klinik für Akutgeriatrie mit Tagesklinik, 2Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, 3Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum St. Georg gGmbH, Leipzig
Das quantitative Problem des Symptoms “akuter Thoraxschmerz” besteht einerseits im großen Patientengut und andererseits in der großen Bandbreite von möglichen Ursachen. Beim Management des konkreten individuellen Patienten kommt es daher darauf an, mögliche lebensbedrohende Ursachen rasch herauszukristallisieren und einer adäquaten Behandlung zuzuführen (qualitatives Problem). Im Fokus dieses Beitrags stehen deshalb Krankheitsbilder, die einen dramatischen und prognostisch ungünstigen Verlauf nehmen können.Correspondence to:
Dr. med. F. Mickley
Klinik für Akutgeriatrie mit Tagesklinik
Klinikum St. Georg gGmbH
Delitzscher Str. 141
D–04129 Leipzig
Email: frank.mickley@sanktgeorg.de
Mitteilung, Preisausschreibung
Abstract
Mitteilung, Preisausschreibung