Jahrgang 35, No. 11/2009(November)
|
Atemwegs- und Lungenkrankheiten
Die Online-Versionen der Zeitschriften werden jeweils vor Erscheinen der Print-Ausgabe aktualisiert. Alle Inhalte dieser Website stehen Abonnenten der Zeitschrift nach einmaliger Registrierung ohne Mehrkosten zur Verfügung. Um die Artikel im PDF-Format betrachten zu können, benötigen Sie die Adobe Reader® Software.
|
| Preis für gesamte Ausgabe: 24.00$ |
 |
Originalarbeit
Die ambulante medizinische Rehabilitation für Patienten mit Asbestose unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitseffekten
S. Dalichau, A. Demedts, A. im Sande und T. Möller
Abstract
S. Dalichau1, A. Demedts2, A. im Sande3 und T. Möller1
1Berufsgenossenschaftliche Unfall-Ambulanz und Reha-Zentrum am Airport Bremen, 2Facharztpraxis für Lungen- und Bronchialheilkunde, Bremen, 3Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd, Bezirksverwaltung Bremen
Einleitung: Die vorliegende Studie verfolgt die Fragestellung, ob und inwieweit Asbestose-Patienten von einer intensiven ambulanten medizinischen Rehabilitation (AMR) profitieren können, die sich überwiegend aus bewegungs- und sporttherapeutischen Inhalten konstituiert und in Anlehnung an das Hamburger Modell insbesondere auf die Sicherung von Nachhaltigkeitseffekten ausgelegt ist. Methodik: Im Rahmen eines vorexperimentellen Studiendesigns durchliefen 184 männliche Asbestose-Patienten im Lebensalter von 66,8 ± 5,1 Jahren 5-mal wöchentlich à 6 Stunden über 3 Wochen Phase 1 (Aufbauphase) der AMR, bestehend aus standardisierten Inhalten der pneumologischen Rehabilitation. In der direkt folgenden Phase 2 (Stabilisierungsphase) der AMR absolvierten die Patienten einmal wöchentlich à 3 Stunden über 12 Wochen weitere therapeutische Applikationen mit Schwerpunkt auf der Bewegungs- und Sporttherapie. Anschließend überführte die Reha-Einrichtung die Patienten bei Interesse in wohnortnahe Gesundheitssportgruppen (Erhaltungsphase). Die Effekte der AMR wurden zu Beginn (T1), am Ende der Aufbau- (T2) und Stabilisierungsphase (T3) sowie 6 Monate nach T3 (T4) mittels eines geeigneten Assessments evaluiert. Ergebnisse: Gemessen an T1 zeigte sich sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit (6-Minuten-Gehtest, Handkraft-Test, PWC-Test) als auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität (SF-36) der Patienten in T2 signifikant verbessert. Während sich die Parameter “Vitalkapazität” und “1-Sekunden-Kapazität” über den Untersuchungszeitraum nicht veränderten, konnte der Messwert des arteriellen Sauerstoffdrucks in T2 ebenfalls statistisch bedeutend gesteigert werden. In T3 wurden die positiven Effekte bestätigt. 149 Patienten (81%) des Kollektivs betrieben auch 6 Monate nach T3 noch regelmäßig Gesundheitssport und konnten ihren Health Outcome in T4 erhalten, während die Reha-Effekte der 35 “Sportabbrecher” wieder auf den status quo ante in T1 zurückfielen. Schlussfolgerungen: Trotz einer irreversiblen Lungenerkrankung mit restriktiver Funktionsstörung können gezielte bewegungs- und sporttherapeutische Interventionen eine Konditionierung im Sinne einer Aktivierung vorhandener körperlicher Leistungsreserven sowie konsekutiv eine Vergrößerung der Lebensqualität und Belastbarkeit im Alltag bewirken. Diese positiven Effekte lassen sich durch ein regelmäßiges Training (einmal wöchentlich) nachhaltig stabilisieren. Damit betonen die Ergebnisse die Notwendigkeit der Einbindung von Nachsorgestrategien in das Rehabilitationskonzept.Correspondence to:
Prof. Dr. rer. nat. S. Dalichau
BG Unfall-Ambulanz und Reha-Zentrum am Airport Bremen
Industriestraße 3
D–28199 Bremen
Email: sdalichau@ipl-bremen.de
Übersicht
Vascular Disrupting Agents beim nicht- kleinzelligen Lungenkarzinom
N. Reinmuth, H. Bischoff, M. Kindermann, M. Steins und M. Thomas
Abstract
N. Reinmuth, H. Bischoff, M. Kindermann, M. Steins und M. Thomas
Thoraxklinik, Universitätsklinikum Heidelberg
Die Bedeutung eines funktionellen Gefäßsystems für das Wachstum und die Metastasierung solider Tumoren ist unumstritten. Vascular Disrupting Agents (VDAs) sind gefäßzerstörende Substanzen, die insbesondere etablierte Blutgefäße im Tumor zerstören sollen. Konsequenz ist ein Gefäßverschluss im Tumor mit Unterbindung der Sauerstoffversorgung, der zu einer ausgedehnten Tumornekrose führt. Erste Ergebnisse klinischer Studien liegen mittlerweile auch beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) vor. In der vorliegenden Übersicht werden das Wirkprinzip von VDAs beschrieben und Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vergleich zu anti-angiogenen Substanzen dargestellt. Zudem werden Ansätze zu Kombinationen mit zytotoxischen oder anti-angiogenen Therapien erläutert.Correspondence to:
Dr. med. N. Reinmuth
Thoraxklinik
Universitätsklinikum Heidelberg
Amalienstraße 5
D–69126 Heidelberg
Email: niels.reinmuth@thoraxklinik-heidelberg.de
Übersicht
Die Akuttherapie der Lungenembolie
W. Petermann
Abstract
W. Petermann
Medizinische Klinik, Brüderkrankenhaus St. Josef, Paderborn
Lungenembolien sind recht häufige Ereignisse mit einem breiten klinischen Spektrum, welches von asymptomatischen Krankheitsbildern bis zu lebensbedrohlichem Schock reicht. Oft sind Embolien schwer zu diagnostizieren. Deshalb ist ein diagnostischer Algorithmus hilfreich, der klinische Zeichen, Laboruntersuchungen, eine Echokardiografie und eine Computertomografie des Thorax einschließt. Die akute Therapie ist abhängig von der hämodynamischen Stabilität des Patienten und von echokardiografischen Befunden. Patienten ohne hämodynamische Instabilität und ohne rechtsventrikuläre Dysfunktion sollten vorzugsweise mit einem niedermolekularen Heparin behandelt werden unter Berücksichtigung einer Niereninsuffizienz. Niereninsuffiziente Patienten sollten unfraktioniertes Heparin erhalten. Eine Thrombolyse wird bei Patienten mit hämodynamischer Instabilität empfohlen, es sei denn, es bestehen Risiken für relevante Blutungen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. W. Petermann
Medizinische Klinik
Brüderkankenhaus St. Josef
Husener Straße 46
D–33098 Paderborn
Email: w.petermann@bk-paderborn.de
Übersicht
Die dynamische Lungenüberblähung
T. Rothe
Abstract
T. Rothe
Klinik für Pneumologie und Allergologie, Hochgebirgsklinik Davos, Davos Wolfgang, Schweiz
Die Überblähung der Lunge beim diffusen Lungenemphysem ist Ausdruck eines strukturellen Umbaus und zeigt deshalb keinerlei Reversibilität auf pharmakologische Substanzen. Obstruktive Lungenerkrankungen, ob mit oder ohne Vorliegen einer emphysematischen Komponente, lassen oft auch eine dynamische, das heißt reversible Komponente der Lungenüberblähung erkennen. Eindrückliche Bespiele dafür sind das Volumen pulmonum auctum im Rahmen eines Status asthmaticus und die dynamische Überblähung der Lunge beim COPD-Patienten, der versucht, sich körperlich stärker zu belasten. Die Kenntnis der Mechanismen der dynamischen Lungenüberblähung erleichtert das Verständnis der Atemnot der Betroffenen bei körperlicher Anstrengung und erlaubt dadurch die Vermittlung wirksamer therapeutischer Strategien wie den Einsatz der Lippenbremse bzw. die Applikation von lang wirkenden Beta-Stimulatoren und lang wirkenden Anticholinergika zur Inhalation.Correspondence to:
Dr. med. T. Rothe
Klinik für Pneumologie und Allergologie
Hochgebirgsklinik Davos
CH–7265 Davos Wolfgang
Email: thomas.rothe@hgk.ch
Kurzbeitrag
Beeinflusst bei Frauen im mittleren Lebensalter moderates Zigarettenrauchen die Serumkonzentration des Adiponektins?
S. Bergmann, K. Assig, F. Richter und R. Siekmeier
Abstract
S. Bergmann, K. Assig, F. Richter und R. Siekmeier
Kurzbeitrag
Erfolgreiche Therapie eines toxischen Lungenödems mittels nicht invasiver Beatmung (NIV)
K. Woelke, Z. Brzoska und G. Laier-Groeneveld
Abstract
K. Woelke, Z. Brzoska und G. Laier-Groeneveld
Kurzbeitrag
Bronchialarterienaneurysma – Nutzen des endobronchialen Ultraschalls (EBUS) in der Differenzialdiagnose zentraler pulmonaler Raumforderungen
K. Woelke und A. Granetzny
Abstract
K. Woelke und A. Granetzny