Jahrgang 35, No. 3/2009(März)
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Atemwegs- und Lungenkrankheiten
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Editorial
Lungenfunktionsprüfung heute
D. Bösch
Serie: Lungenfunktion
Möglichkeiten und Grenzen der Spirometrie
D. Bösch
Abstract
D. Bösch
Zentrum für Pneumologie, Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme)
Correspondence to:
Dr. med. D. Bösch; Zentrum für Pneumologie, Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme), Verdener Straße 200, D-27356 Rotenburg (Wümme)
Email: boesch@ATEM-online
Übersicht
Auswirkungen des Tabakrauchens aus gesundheits- und volkswirtschaftlicher Sicht
L. Marek, S. Hellmich und W. Marek
Abstract
L. Marek, S. Hellmich und W. Marek
Institut für Arbeitsphysiologie, Augusta-Krankenanstalt, Bochum
Einleitung: Die gesundheitlichen Schäden und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Tabakrauchens werden seit jeher kontrovers diskutiert. Jährlich 40.000 neue Fälle von Lungenkrebs in unserem Land reichen nicht aus, um unter Ärzten und Pflegepersonal eine konsequente Ablehnung des Rauchens zu bewirken. Noch immer glauben Politiker, sie könnten Haushaltsdefizite mit den Einnahmen aus der Tabaksteuer decken. Nichtrauchergesetze sind ein Konglomerat von Kompromissen, die eine mangelnde Entscheidungsbereitschaft politischer Gremien erkennen lassen. In der vorliegenden Untersuchung werden die volkswirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen des Rauchens zusammengestellt und zur Diskussion gestellt. Methoden: Wesentliche Daten zum Rauchverhalten entstammen dem Mikrozensus des Jahres 2004, einer jährlichen Befragung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder und der Forschungszentren über die wirtschaftliche und soziale Situation. An freiwilligen Daten erhebt der Mikrozensus Fragen zur Gesundheit, zum Rauchverhalten, zur Krankenversicherung, zur Wohnsituation und zur Altersvorsorge. In der Mikrozensusbefragung werden insgesamt mehr als 800.000 Menschen im Alter von 15 bis über 75 Jahren befragt, 85,5% haben Angaben zu ihrem Rauchverhalten gemacht. Ergebnisse: Die Befragung 2004 ergab: 33,2% der Männer rauchen, davon 29,8% regelmäßig und 3,4% gelegentlich. Die Spitzengruppe in der Altersverteilung bei den Männern liegt bei den 20- bis 25-Jährigen (40,2% regelmäßig und 5,4% gelegentlich). Unter den Frauen rauchen insgesamt 22,1% (19,1% regelmäßig und 3,0% gelegentlich). Auch hier liegt die Spitzengruppe bei den 20- bis 25-Jährigen. 35,4% dieser Altersklasse geben an, regelmäßig zu rauchen und 5,2% gelegentlich. Von den Jugendlichen zwischen 11 und 20 Jahren geben bereits insgesamt 30% an zu rauchen; 31,6% der Jungen rauchen und 29,1% der Mädchen. Die durch Rauchen assoziierten volkswirtschaftlichen Kosten für die BRD betrugen im Jahre 2002 rund 38,9 Mrd. Euro. Der größte Anteil (19,5 Mrd. Euro) entfiel auf unbezahlte Betreuungskosten von Familienangehörigen, 12,4 Mrd. Euro auf Arbeitsausfall und 7,7 Mrd. Euro auf die medizinische Versorgung. Im Vergleich dazu betrugen die Verbrauchssteuereinnahmen durch Tabakkonsum nach Angaben des Deutschen Zolls im Jahre 2007 lediglich 13,8 Mrd. Euro. Schlussfolgerungen: Der Vergleich der Steuereinnahmen und der durch Rauchen verursachten Kosten weist ein Defizit von 25 Mrd. Euro auf und ist damit nahezu doppelt so groß wie die Steuereinnahmen. Ein wesentliches Problem ist, dass der Beginn des Rauchens in immer früheren Jahren erfolgt und eine bildungsferne Affinität besteht. Diese Entwicklungen verlangen eine konsequente Umsetzung des bundesweiten Rauchverbots und die Aufstellung eines Aufklärungsprogramms für Jugendliche.Correspondence to:
PD Dr. rer. nat. W. Marek; Institut für Arbeitsphysiologie, Augusta-Krankenanstalt, Bergstraße 26, D-44791 Bochum
Email: wolfgang.marek@ruhr-uni-bochum.de
Autorenreferate
31. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (Düsseldorf, 26. – 28. März 2009)