Jahrgang 35, No. 8/2009(August)
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Atemwegs- und Lungenkrankheiten
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Serie Lungenfunktionsprüfung
Editorial: Lungenfunktionsprüfung heute
D. Bösch
Serie Lungenfunktionsprüfung
Pulsoxymetrie – Anwendungsgebiete und Aussagekraft
D. Bösch
Abstract
D. Bösch
Zentrum für Pneumologie, Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme)
Übersichtsarbeit
Prävention der ventilatorassoziierten Pneumonie
R.W. Hauck
Abstract
R.W. Hauck
LungenZentrum, Zentrum für Innere Medizin, Kreisklinik Bad Reichenhall
Die ventilatorassoziierte Pneumonie (VAP) hat erhebliche Relevanz in der Beatmungsmedizin. Sie weist eine hohe Inzidenz, Mortalität und Kostenintensität auf. Je nach ihrem Auftreten wird sie in eine Early- oder Late-onset-Form eingeteilt, was Relevanz für die ursächlich anzunehmenden Erreger aufweist. Neben klinischen und radiologischen Zeichen ist für die VAP der direkte Erregernachweis bedeutsam. Für die Prävention stehen sowohl allgemeine hygienische, pflegerische als auch pharmakologische Vorgehensweisen im Vordergrund. Händedesinfektion und Verwendung von Einmalhandschuhen sind basale Maßnahmen. Die Oberkörper-Hochlagerung des Patienten ist sehr effektiv. HME-Filter und Atemgasbefeuchtung tragen zur VAP-Verringerung bei, ebenso auch die kontinuierliche Absaugung von subglottischen Sekretionen. Auch Ernährungsaspekte sind zu berücksichtigen. Stressulkusprophylaxe sollte streng indiziert sein. Die oropharyngeale Dekontamination ist zu empfehlen. Durch den Einsatz der nichtinvasiven Beatmung lässt sich die VAP weitgehend vermeiden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. R.W. Hauck
LungenZentrum
Zentrum für Innere Medizin
Kreisklinik Bad Reichenhall
Riedelstraße 5
D-83435 Bad Reichenhall
Email: rw.hauck@bglmed.de
Übersichtsarbeit
Differentialtherapie obstruktiver, schlafbezogener Atmungsstörungen
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
Abstract
K.H. Rühle, K.J. Franke und G. Nilius
HELIOS-Klinik Ambrock Hagen, Klinik für Pneumologie, Universität Witten-Herdecke
Aktuelle Therapiemöglichkeiten des obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS) beinhalten eine Therapie mittels Überdruckverfahren (APAP, BPAP, CPAP, PRCPAP) evtl. in Kombination mit einer Gewichtsreduktion. Bei Maskenintoleranz oder Druckintoleranz besteht die Alternative einer Protrusionsschienenbehandlung. Liegt der erforderliche Druck > 10 cmH2O oder besteht eine ausgeprägte Lage- und Schlafstadienabhängigkeit der Obstruktion, sollte der Patient mit einem automatischen CPAP- oder BPAP-Gerät versorgt werden. Weder automatischer CPAP, noch Bilevel-positiver Atemwegsdruck, noch PRCPAP erhöhen entscheidend die Langzeitcompliance. Protrusionsschienen (Oral Appliances, OAP) erweitern den Durchmesser der oberen Atemwege durch eine Vorverlagerung des Unterkiefers. Bei leichteren Formen erreicht man günstigere Ergebnisse bezüglich der Besserung der Symptome. Bei Versagen von PAP-Therapien sind OAP die erste Alternative. Die am häufigsten durchgeführten chirurgischen Behandlungen des Schnarchens und Schlafapnoesyndroms sind die Uvulopalatopharyngoplastik und die Radiofrequenz-Therapie. Die wenigen randomisierten, kontrollierten Studien zeigten im Vergleich zur Kontrolle keinen signifikanten Effekt, jedoch häufig Nebenwirkungen. Chirurgische Maßnahmen bei anatomisch bedingten Störungen sind eine weitere Therapieoption zur Behandlung eines nachgewiesenen obstruktiven Schlafapnoesyndroms.Correspondence to:
Prof. Dr. med. K.-H. Rühle
HELIOS-Klinik Ambrock
Klinik für Pneumologie
Ambrocker Weg 60
D-58091 Hagen
Email: Klinik-Ambrock. Pneumo@t-online.de
Übersichtsarbeit
Extreme der Atemphysiologie – Apnoetauchen
S. Walterspacher, S. Sorichter und K. Tetzlaff
Abstract
S. Walterspacher1, S. Sorichter1 und K. Tetzlaff2
1Abteilung Pneumologie, Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Freiburg, 2Abteilung Sportmedizin, Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Tübingen
Das Tauchen mit angehaltenem Atem erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance als populärer Extremsport. Die aufgestellten Rekorde sind beachtlich – ambitionierte Taucher bleiben über 10 Minuten unter Wasser oder tauchen auf 214 Meter unter dem Meeresspiegel – und gehen mit gravierenden kardiovaskulären und respiratorischen Effekten einher. Besondere physiologische Adaptationen und Techniken wie die Anwendung der glossopharyngealen Atmung sind notwendig, um die extremen Leistungen zu erreichen. Diese Übersicht stellt insbesondere die Physiologie der Veränderungen der Gaspartialdrücke im Blut und Verschiebungen von Blut- und Lungenvolumina dar und beschreibt die Technik der glossopharyngealen Atmung.Correspondence to:
PD Dr. med. K. Tetzlaff
Abteilung Sportmedizin
Medizinische Klinik und Poliklinik
Universitätsklinikum Tübingen
Silcherstraße 5
D-72076 Tübingen
Email: Kay.Tetzlaff@med.uni-tuebingen.de
Empfehlungen
Empfehlungen zur Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie) Teil II
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth
Abstract
C.-P. Criée (federführend), D. Berdel, D. Heise, R.A. Jörres, P. Kardos, D. Köhler, W. Leupold, H. Magnussen, W. Marek, R. Merget, H. Mitfessel, K. Rasche, M. Rolke, H.-J. Smith, S. Sorichter und H. Worth