Jahrgang 32, No. 1/2006(Januar 2006)
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Atemwegs- und Lungenkrankheiten
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23. Workshop Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin 2004
Das Janusgesicht landwirtschaftlicher Emissionen
D. Nowak
Abstract
D. Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin, Klinikum der Universität München
Organische Stäube sind hochkomplexe biologische Stoffgemische. In Abhängigkeit von den Randbedingungen (Lebensalter, Dosis, genetischer Hintergrund) können sie einerseits ungünstige Effekte induzieren (Atemwegsentzündung, COPD), andererseits zur Atopie- und Allergieprävention beitragen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. D. Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin
Klinikum der Universität München
Ziemssenstraße 1
D-80336 München
Email: Dennis.Nowak@med.uni-muenchen.de
23. Workshop Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin 2004
Keimemissionen und Geruchsbelastung aus einem Schweinemastbetrieb: ein Beispiel aus der umweltmedizinischen Gutachterpraxis
H. Moshammer, H.-P. Hutter und M. Neuberger
Abstract
H. Moshammer, H.-P. Hutter und M. Neuberger
Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität, Wien
Wiederholte Anrainerbeschwerden wegen Geruchsbelästigungen aus einem Schweinestall erforderten ein umweltmedizinisches Gutachten. Die Schutzabstände der Stallungen zu den nächsten Wohnhäusern wurden entsprechend der österreichischen Richtlinie gerade noch eingehalten, während die deutsche Vorschrift (TA-Luft) größere Entfernungen vorschreibt. Obwohl aufgrund von Messungen gasförmiger (Ammoniak) und partikulärer (Gesamtkeime) Indikatorsubstanzen eine Gesundheitsgefährdung im engeren Sinne ausgeschlossen werden konnte, wurde allerdings ein nicht vernachlässigbarer und ortsunüblicher Einfluß des Stalls auf die unmittelbare Nachbarschaft abgeleitet.Correspondence to:
Dr. med. H. Moshammer
Institut für Umwelthygiene
Medizinische Universität Wien
Kinderspitalgasse 15
A-1095 Wien
Email: hanns.mooshammer@meduniwien.ac.at
23. Workshop Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin 2004
Pharmakomechanismus der Bronchodilatation und dessen klinische Relevanz
E.W. Schmidt und W.T. Ulmer
Abstract
E.W. Schmidt1 und W.T. Ulmer2
1Krankenhaus Küchwald, Klinik für Innere Medizin IV, Chemnitz,2Lungenfunktionsforschung Bochum
Wegen der individuell unterschiedlichen Wirkstärke und Wirkdauer der bronchodilatatorischen b2-Sympathomimetika ist eine individuelle Therapieeinstellung wünschenswert. Eine nach Befragung erfolgte Therapieeinstellung ist meist nicht ausreichend. Optimale, funktionsanalytisch kontrollierte Bronchodilatation verbessert die Prognose und vermindert die Exazerbationshäufigkeit bei COPD. Der Zugang von Aerosolen über die Bronchialschleimhaut erreicht eine wesentlich längere Wirkdauer der Bronchodilatation unabhängig von Fenoterolplasmaspiegeln. Bei I.v.-Gaben ist die Wirkdauer vom Plasmaspiegel abhängig. Ein die Wirkdauer verlängernder Effekt ist über diesen Weg nicht zu erreichen. Der sekretomotorische Effekt der b2-Sympathomimetika kann auch unabhängig von der Bronchodilatation eingesetzt werden.Correspondence to:
Prof. Dr. med. Dr. h.c. W.T. Ulmer
Lungenfunktionsforschung Bochum
Waldring 97
D-44798 Bochum
23. Workshop Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin 2004
Nachweis von toxischen Stoffen am Arbeitsplatz durch Analyse der menschlichen Ausatemluft mittels Massenspektrometrie
E. Baumgartner, S. Praun und J. Villinger
Abstract
E. Baumgartner1, S. Praun2 und J. Villinger2
11. Österreichisches Arbeitsmedizinisches Zentrum Hall in Tirol, Universität Innsbruck, 2V&F medical development GmbH, Absam
Die Messung der Ausatemluft bietet eine nichtinvasive Methode zur Beurteilung von Belastungen am Arbeitsplatz. Mit dem Multikomponentenanalysator Airsense werden direkte Simultanbestimmungen organischer und anorganischer Verbindungen ohne aufwendige Probenvorbereitungsschritte realisiert. Sowohl Echtzeitmessungen (online) wie Offline-Messungen ermöglichen die Erfassung von Zeitprofilen über Belastungen am Arbeitsplatz unter gleichzeitiger Bestimmung der Umgebungsluft, wobei gute Übereinstimmungen mit Blutwerten erreicht werden.Correspondence to:
OMR Univ.-Prof. Dr. med. E. Baumgartner
1. Österreichisches Arbeitsmedizinisches Zentrum Hall in Tirol
Universität Innsbruck
Dr. Egmont Baumgartner-Institut
Milser Straße 21a
A-6060 Hall in Tiro
Email: arbeitsmedizin.hall@tirol.com
23. Workshop Lunge – Umwelt – Arbeitsmedizin 2004
Quantifizierung von Isocyanatmetaboliten in Körperflüssigkeiten von exponierten Arbeitern mittels Gaschromatographie mit Massenspektrometriekopplung (GC-MS)
G.F. Rieder, H. Fuchs und R. Jäger
Abstract
G.F. Rieder, H. Fuchs und R. Jäger
AMD – Arbeitsmedizinischer Dienst GmbH, Linz
Es wird ein Biomonitoringverfahren für Isocyanate vorgestellt, das sich für den routinemäßigen Einsatz im Labor eignet und ohne großen apparativen Aufwand implementiert werden kann. Die Analyse der Diamine als Metaboliten der Isocyanate ist sinnvoll und auch notwendig zur Expositionsabschätzung, wie aus den erhaltenen Ergebnissen von Realproben gesehen werden kann. Zusätzlich zur Spirometrie sollte ein Biomonitoringverfahren angewendet werden, um geeignete Präventivmaßnahmen zur Verringerung der Belastungssituation von Arbeitern ergreifen zu können. Weiterhin sollten BAT-Werte oder biologische Leitwerte für alle weitverbreiteten Isocyanate definiert werden. Dazu sind aber noch weitere Untersuchungen erforderlich.Correspondence to:
Dipl.-Ing. Dr. G.F. Rieder
AMD – Arbeitsmedizinischer Dienst GmbH
Kaplanhofstraße 1
A-4020 Linz
Email: rieder@amd.at
Kasuistik
Leistungsschwäche als Erscheinungsform des Asthma bronchiale bei Leistungssportlern
D. Franzen
Abstract
D. Franzen
Praxis für Kardiologie, Lungen- und Bronchialheilkunde, Köln
Asthma bronchiale ist eine häufige Erkrankung junger Menschen, für die eine hohe Prävalenz bei Hochleistungssportlern vermutet, jedoch kontrovers diskutiert wird. Als typische Symptome des Asthmas gelten eine variabel ausgeprägte Luftnot, seltener auch Husten. An Fallbeschreibungen von 3 Tennisspielern wird gezeigt, daß sich Asthma bronchiale auch überwiegend nur als Leistungsschwäche bzw. Leistungsminderung präsentieren kann. Nach Diagnosesicherung waren unter Therapie mit inhalativen Steroiden die Beschwerden verschwunden und eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit nachweisbar. Zusammenfassend sollen die demonstrierten Fallbeispiele zeigen, daß das Erscheinungsbild des Asthma bronchiale im Leistungssport besondere Facetten aufweisen kann. Zur weiteren Abklärung ist eine allgemein anerkannte und standardisierte Diagnostik – nicht zuletzt auch als Voraussetzung für das vereinfachte Ausnahmegenehmigungsverfahren (“ATUE”) der Nationalen Anti-Dopingagentur (NADA) – unbedingt erforderlich.Correspondence to:
PD Dr. med. D. Franzen
Praxis für Kardiologie, Lungen- und Bronchialheilkunde
Berrenratherstraße 296
D–50937 Köln
Email: damianfranzen@t-online.de
Kasuistik
Exogen-allergische Alveolitis bei Immunglobulin-A-Defekt
J. Sennekamp, H. Morr und J. Behr
Abstract
J. Sennekamp1, H. Morr2 und J. Behr3
1Labor und Praxis Prof. J. Sennekamp, Bonn, 2Pneumologische Klinik Waldhof Elgershausen, Greifenstein, 31. Medizinische Universitätsklinik, Pneumologie, München
Bisher wurden in der Weltliteratur erst drei Fälle von allergischer Alveolitis bei IgA-Mangel beschrieben. In diesem Beitrag präsentieren wir zwei weitere Fälle. Bei der Zusammenschau aller Fälle fällt eine hohe Krankheitsanfälligkeit bei nur geringer (indirekter) Antigenexposition oder ein schwerer Krankheitsverlauf bei diesen Patienten auf.Correspondence to:
Prof. Dr. med. J. Sennekamp
Labor und Praxis Prof. J. Sennekamp
Weberstraße 118
D-53133 Bonn
Email: sennekamp@t-online.de
Kongressbericht
Zystische Fibrose und Inflammation
G. Steinkamp
Laudatio
Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Lungen- und Athmungsforschung e.V. an Prof. Dr. med. Klaus-Michael Müller
G. Schultze-Werninghaus und Th. Wiethege
Abstract
G. Schultze-Werninghaus und Th. Wiethege