Jahrgang 32, No. 2/2009(Februar)
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Allergologie
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111 Jahre Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – Teil 2
Das Mysterium der spezifischen Immuntherapie
A. Schwalfenberg
Abstract
A. Schwalfenberg
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB, Mönchengladbach
Wie ist es zur Entwicklung der spezifischen Immuntherapie gekommen? Von den Anfängen der spezifischen Immuntherapie bis zu ihrer heutigen Ausprägung sind über 100 Jahre vergangen. Einige Forschungsansätze haben ihren aktuellen Bezug bis heute nicht verloren. So wurden schon im Jahr 1922 Versuche mit Pollentabletten durchgeführt und in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts Pollenextrakte in Tropfenform eingesetzt. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) führt seit Beginn seines Bestehens Patientenbefragungen durch, um mehr Informationen aus Patientensicht über die allergischen Krankheitsbilder zu erhalten. Auch in der Vergangenheit wurde der Zeitfaktor bei der Behandlung mittels spezifischer Immuntherapie von den Patienten als besonders lästig empfunden. In diesem Jahr wurde ein Projekt zur Therapieadhärenz bei spezifischer Immuntherapie gestartet; eine Patientenbefragung, die mehr Aufschluss über positive und negative Faktoren aus Patientensicht ermöglichen soll.Correspondence to:
Dipl.-Biol. Anja Schwalfenberg; Deutscher Allergie- und Asthmabund, Fliethstraße 114, D-41061 Mönchengladbach
Email: as@daab.de
111 Jahre Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – Teil 2
Einsatz von Raumbeduftung in öffentlich zugänglichen Räumen. Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. (DAAB)
S. Pleschka und I. Voigtmann
Abstract
S. Pleschka und I. Voigtmann
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB), Mönchengladbach
Duftstoffe, die mit der Haut in Berührung kommen, sind die zweithäufigsten Auslöser von Kontaktallergien. Duftstoffe werden auch zur Überdeckung unangenehmer Gerüche und immer häufiger auch zu Marketingzwecken eingesetzt. Empfindliche Personen können auf Duftstoffe in ihrem Umfeld mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren. Im Jahr 2007 hat der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. eine bundesweite Befragung der öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Geschäfte durchgeführt. Betreiber von Kinos, Hotels, Krankenhäusern, Verwaltungen, Kaufhäusern u. ä. wurden nach dem quantitativen Einsatz der Raumbeduftung sowie nach ihrer Informationspraxis über die Beduftung gegenüber Kunden, Besuchern und Mitarbeitern befragt. Diese Befragung ist ein Teil des Projektes „Duftstoffe in Innenräumen“.Correspondence to:
Dr. Silvia Pleschka; Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB, Fliethstraße 114, D-41061 Mönchengladbach
Email: info@daab.de
111 Jahre Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – Teil 2
Duftstoffe in Innenräumen: Einfluss der Raumbeduftung auf die Qualität der Innenraumluft
A. Winkens und K. Schomberg
Abstract
A. Winkens und K. Schomberg
Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik GUI mbH, Mönchengladbach
Die GUI mbH hat im Auftrag des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB e.V. 16 verschiedene Produkte untersucht, die dem Verbraucher zur Raumbeduftung angeboten werden, mit dem Ziel, die Auswirkung auf die Qualität der Innenraumluft abzuschätzen. Es wurden 4 Sprays, 1 Gel, 2 Kerzen, 1 Duftöllicht und 8 Duftöle für Aromalampen untersucht. Entsprechend der Emissionen an Formaldehyd, weiteren Aldehyden und Ketonen sowie leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VOC) wurden die untersuchten Produkte als zu empfehlen, bedingt zu empfehlen, nicht zu empfehlen und abzulehnen eingestuft. 5 Produkte (2 Sprays, 1 Kerze, das Duftöllicht und 1 Duftöl) waren zu empfehlen, 5 Produkte (1 Spray, 1 Kerze, das Duftgel, 2 Duftöle) bedingt zu empfehlen, 4 Produkte (1 Spray, 3 Duftöle) nicht zu empfehlen und 2 Produkte (2 Duftöle) waren wegen zu hoher Emissionen oder aufgrund der Emission kritischer Substanzen abzulehnen.Correspondence to:
Dr. A. Winkens; Gesellschaft für Umwelt- und
Innenraumanalytik GUI mbH, Berliner Platz 12, D-41061 Mönchengladbach
111 Jahre Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – Teil 2
Hat sich das Manifestationsalter der saisonalen allergischen Rhinitis (SAR) seit 1900 verändert?
H. Lauter und D. Dellweg
Abstract
H. Lauter und D. Dellweg
Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, Zentrum für Pneumologie und Allergologie, Schmallenberg
Angesichts einer seit ca. 150 Jahren in der Allergologie geführten Diskussion über das Manifestationsalter der saisonalen allergischen Rhinitis (SAR) wurde anhand der Untersuchung von 5.507 Patienten mit gesicherter allergologischer Diagnose über einen Zeitraum von 22 Jahren in einem relativ umschlossenen Gebiet und unter allergologisch konstanten Untersuchungskriterien (speziell Anamnese, Haut-, und/oder RAST sowie plazebokontrollierter nasaler Provokation mit Pollenextrakten) mit Darstellung des Manifestationsalters und des Jahrgangs durch Boxplots eruiert, ob und in welchem Maße sich das Manifestationsalter bei der SAR verändert hat. Es wurden Daten von 2.469 männlichen und 3.038 weiblichen Personen der Geburtsjahrgänge 1900 – 1998 zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Tendenz der SAR-Erstmanifestation hin zu den ersten Lebensjahren. Dies gilt gleichermaßen für die gesamte Studienpopulation sowie für männliche und weibliche Probanden.Correspondence to:
Dr. H. Lauter; Allergologisches Zentrum Krefeld, Ostwall 42, D-47798 Krefeld
111 Jahre Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. – Teil 2
Feinstaub in Innenräumen: Wirksamkeit von Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung bezüglich der PM<sub>2,5</sub>-Feinstaubfraktion in der Raumluft
A. Winkens, R. Schröer und F. Praetorius
Abstract
A. Winkens, R. Schröer und F. Praetorius
Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik GUI mbH, Mönchengladbach
Die GUI mbH hat im Auftrag des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB e.V. in einem Prüfraum die Einflussnahme von bestimmten Bodenbelagsarten auf die Feinstaubkonzentrationen der PM2,5-Fraktion untersucht. In einem laborseitig aufgebauten Prüfraum konnte dargestellt werden, dass bei gleichem Eintrag von Feinstaub der PM2,5-Fraktion nach Sedimentation und Störung in dem mit Glattboden ausgestattetem Prüfraum mit 28,8 µg/m3 eine wesentlich höhere Konzentration gefunden wurde als bei dem mit Teppichboden ausgestatteten Prüfraum (10,6 µg/m3). Es konnte demzufolge eine Bindung des Staubs an den Teppichboden und eine geringere Aufwirbelung auch für diese Feinstaubfraktion bewiesen werden. Auch ein längerer Verbleib der aufgewirbelten Staubteilchen in der Raumluft wurde beim Glattboden im Vergleich zum Teppichboden nachgewiesen. Bei Raumluftreinigern, deren Wirksamkeit unter Laborbedingungen bereits bestätigt worden war, wurde die Abscheideleistung hinsichtlich der PM2,5-Feinstaubkonzentration in einem großangelegten Feldversuch untersucht. Bei der Untersuchung der Luftreiniger in allen Räumen und Haushalten lag der Median der PM2,5-Gesamtabscheidegrade bei 39,2% (arithmetischer Mittelwert 31,1%.). Damit konnte der Nutzen der Luftreiniger im Zusammenhang mit einer signifikanten Reduktion der gesundheitlich relevanten Feinstaubfraktion PM2,5 in der Praxis nachgewiesen werden.Correspondence to:
Dr. A. Winkens; Gesellschaft für Umwelt-
und Innenraumanalytik GUI mbH, Hindenburgstraße 77, D-41061 Mönchengladbach
Email: info@gui-lab.de
Laudatio
Prof. Dr. Dieter Kleinhans – 75 Jahre
Th. Fuchs
Mitteilung