Jahrgang 30, No. 8/2007(August 2007)
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Allergologie
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Übersichten
Kreuz- und Autoreaktivität von Allergenmolekülen aus struktureller Sicht
S. Zeller, A.G. Glaser, C. Rhyner und R. Crameri
Abstract
S. Zeller, A.G. Glaser, C. Rhyner und R. Crameri
Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF), Davos
In der klinischen Praxis wird IgE-vermittelte Kreuzreaktivität in Folge von gemeinsamen, IgE-bindenden B-Zell-Epitopen auf phylogenetisch konservierten Proteinen, häufig beobachtet. Typische Vertreter kreuzreaktiver Allergene sind z.B. Cyclophilin, Mangan Superoxid-Dismutase und Thioredoxin. Interessanterweise zeigen Patienten mit schweren, chronischen atopischen Erkrankungen auch gegen die homologen humanen Proteine Kreuzreaktivität. Das weist auf einen Beitrag der IgE-Autoreaktivität zur Verschlechterung von chronischen atopischen Krankheiten hin. Mittels Röntgenstrukturanalyse oder NMR-Spektroskopie wurden die dreidimensionalen Strukturen von einer stetig wachsenden Anzahl an Allergenen bestimmt. Diese Strukturen umfassen eine große Vielzahl verschiedener Faltungen und deren Kombinationen. Dennoch konnte von diesen strukturellen Informationen bisher keine gemeinsame Eigenschaft abgeleitet werden, welche die allergenen Eigenschaften eines Proteins erklären würde. Doch obwohl Kristallstrukturen noch nicht die Frage beantworten können, warum manche Proteine allergen sind und andere nicht, haben sie einen großen Beitrag zu unserem Verständnis von Kreuzreaktivität auf molekularer Ebene geleistet. Die einzige Methode, welche die vollständige Bestimmung eines B-Zell-Epitopes erlaubt, ist die Co-Kristallisation eines Allergens mit einem gebundenen monoklonalen Antikörper Fab-Fragment mit anschließender Strukturanalyse des Komplexes. Alternativ können jedoch kreuzreaktive B-Zell-Epitope schnell und zuverlässig durch die Bestimmung gemeinsamer Eigenschaften kreuzreaktiver Allergene auf Sequenz- und Strukturebene vorhergesagt werden. Dieses Wissen wird dazu beitragen, die Anzahl benötigter Strukturen für Diagnose und Therapie von Allergien mit rekombinanten Proteinen zu reduzieren und helfen, sichere und auf den Patienten abgestimmte Therapiekonzepte zu entwickeln.Correspondence to:
Prof. Dr. R. Crameri, Ph D
Schweizerisches Institut für Allergie-
und Asthmaforschung (SIAF)
Obere Strasse 22
CH-7270 Davos
Email: crameri@siaf.unizh.ch
Übersichten
Diagnostik arbeitsbedingter obstruktiver Atemwegserkrankungen allergischer und chemisch-irritativer Genese unter besonderer Berücksichtigung des spezifischen inhalativen Provokationstests
X. Baur
Abstract
X. Baur
Ordinariat und Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Neuere Untersuchungen belegen, dass etwa jede zehnte Erkrankung an Asthma bronchiale und COPD auf die arbeitsbedingte Einwirkung von Allergenen und Irritantien zurückgeht. In dieser Übersichtsarbeit wird ein diagnostisches Stufenschema vorgestellt. Es umfasst im einzelnen neben der klinischen Anamnese als Besonderheit die detaillierte Arbeitsanamnese, die Lungenfunktionsprüfung einschließlich der Messung der unspezifischen bronchialen Reagibilität, die allergologische Diagnostik (Haut-Pricktest, Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper), Karenz- und Reexpositionstest, als Goldstandard schließlich den spezifischen inhalativen Provokationstest bzw. seine Variante, den arbeitsplatzbezogenen Inhalationstest. Bei Verdacht auf Pneumokoniose ist zusätzlich eine Röntgenthoraxaufnahme erforderlich. Die Diagnosesicherung ist unter versicherungsrechtlichen Aspekten (Berufskrankheit?) und für die gezielten Präventionsmaßnahmen unabdingbar.Correspondence to:
Prof. Dr. med. X. Baur
Ordinariat und Zentralinstitut für Arbeitsmedizin
und Maritime Medizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Seewartenstraße 10
D-20459 Hamburg
Email: xaver.baur@bsg.hamburg.de
Autorenreferate
2nd World Congress on Work-Related and Environmental Allergy – WOREAL
Interview, Mitteilungen
Sublinguale Immuntherapie bei Kindern / PINA-Symposium