Jahrgang 29, No. 7/2006(Juli 2006)
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Allergologie
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Originalarbeit
Asthmavorstadium bei Patienten mit Rhinitis allergica
J. Bolpacic, M. Bogic, J. Tadic, V. Tomic-Spiric, A. Peric-Popadic, J. Sojic-Rajcic, S. Arandjelovic, R. Stosovic, S. Raskovic und L. Stefanovic
Abstract
J. Bolpacic1, M. Bogic1, J. Tadic2, V. Tomic-Spiric1, A. Peric-Popadic1, J. Sojic-Rajcic1, S. Arandjelovic1, R. Stosovic1, S. Raskovic1 und L. Stefanovic1
1Institut für Allergologie und Immunologie, 2Institut für Lungenerkrankungen und Tuberkulose, Klinikzentrum Serbien, Belgrad, Serbien
Hintergrund: Schon vor langem wurde klinisch der Zusammenhang zwischen Rhinitis allergica und allergischem Asthma bronchiale beobachtet. Ziel der vorliegenden Studie war der Nachweis einer möglichen Entzündung des Gewebes der unteren Atemwege bei Patienten mit Rhinitis allergica, die in den unteren Atemwegen symptomfrei waren. Methoden: Insgesamt wurden 87 Patienten mit Rhinitis allergica, 25 mit allergischem Asthma bronchiale ohne Rhinitis allergica und 25 gesunde Kontrollen untersucht. Auf der Basis eines unspezifischen und eines spezifischen bronchialen Provokationstests (NBPT und SBPT) wurden die Patienten mit Rhinitis allergica in 4 Untergruppen eingeteilt: Patienten mit negativem Ergebnis in beiden Tests (Untergruppe 1), Patienten, die nur im NBPT positiv reagierten (Untergruppe 2), Patienten, die nur im SBPT positiv reagierten (Untergruppe 3) und Patienten mit positivem Ergebnis in beiden Tests (Untergruppe 4). Ergebnisse: Die Ergebnisse der zytologischen Analyse des induzierten Sputums aller Patienten mit Rhinitis allergica wurden mit denen der Patienten mit allergischem Asthma bronchiale und denen der gesunden Kontrollen verglichen. Dabei konnte in den Untergruppen 3 und 4 der Patienten mit Rhinitis allergica eine allergische Entzündung nachgewiesen werden. Schlußfolgerungen: Die Tatsache, daß Patienten der Untergruppe 4 nicht über Beschwerden der unteren Atemwege klagen, kann auf den noch geringen Grad der allergischen Entzündung im Vergleich zu den Patienten mit allergischem Asthma bronchiale zurückzuführen sein.Correspondence to:
Dr. med. J. Bolpacic
Institut für Allergologie und Immunologie
Klinikzentrum Serbien
Dr. Koste Todorovica
11000 Belgrad, Serbien
Email: spiric@drenic.net
Übersichten
Levocetirizin vs. Cetirizin: Eine evidenzbasierte Differenzierung anhand der Pharmakologie und Klinik
C. Bachert
Abstract
C. Bachert
Hals-Nasen-Ohren-Abteilung, Universitätsklinik Gent, Belgien
Levocetirizin stellt die Weiterentwicklung des Cetirizins dar und gehört in die Gruppe der Antihistaminika mit hoher und selektiver H1-Rezeptorbindung. Die pharmakologischen Eigenschaften von Cetirizin und Levocetirizin weisen dabei Unterschiede auf, die in histamininduzierten Quaddel- und Erythemstudien bestätigt werden. Für Levocetirizin konnte weiterhin als erstes Antihistaminikum eine Langzeitwirksamkeit über 6 Monate auf die Symptome, die Lebensqualität, die Komorbidität und die Pharmakoökonomie bei Patienten mit mehrfacher Sensibilisierung nachgewiesen werden. Bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung ist die Therapie der schwersten Form der allergischen Rhinitis, der persistierenden allergischen Rhinitis (PER), durch Levocetirizin sinnvoll und wirtschaftlich.Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
Upper Airway Research Laboratory
Hals-Nasen-Ohren-Abteilung
Universitätsklinik Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Email: Claus.Bachert@UGent.be
Übersichten
Pharmakologische und klinische Eigenschaften von Desloratadin vs. Loratadin: eine evidenzbasierte Differenzierung
C. Bachert
Abstract
C. Bachert
Hals-Nasen-Ohren-Abteilung, Universitätsklinik Gent, Belgien
Kopf-an-Kopf-Vergleichsstudien zwischen Desloratadin und Loratadin fehlen bislang, trotzdem kann ein Vergleich der Wirksamkeit anhand der in der Literatur hinterlegten Evidenz vorgenommen werden. Dabei weisen die pharmakologischen, pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Daten auf eine Überlegenheit von Desloratadin gegenüber dem Loratadin in Bezug auf die Wirksamkeit und die Sicherheit hin, die sich klinisch in einer verbesserten Wirkung auf die nasale Obstruktion und die krankheitsspezifische Lebensqualität zeigt. Beide Effekte sind für die Patienten von klinischer Relevanz.Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
Upper Airway Research Laboratory
Hals-Nasen-Ohren-Abteilung
Universitätsklinik Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Email: Claus.Bachert@UGent.be
Serie: Praxis der pädiatrischen Allergologie und Pneumologie
Insektengiftallergie bei Kindern
J.O. Steiß und H. Lindemann
Abstract
J.O. Steiß und H. Lindemann
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Die Prävalenz der Insektengiftallergie in Europa beträgt 5%. In Deutschland rechnet man jährlich mit 20 – 40 Todesfällen. IgE-vermittelte allergische Reaktionen können sich unterschiedlich äußern, von verstärkten Lokalreaktionen über systemische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock. Die Diagnose wird mittels Anamnese, Hauttest und/oder Nachweis von spezifischem IgE im Serum gestellt. Nach einer systemischen Reaktion sollte stets ein Notfallset verfügbar sein, dessen Handhabung regelmäßig geschult werden muß. Präventive Maßnahmen sind hilfreich, aber nicht verläßlich. Die Hyposensibilisierung bei Insektengiftallergie gehört zu den effektivsten Anwendungen einer spezifischen Immuntherapie und ist mit einem protektiven Effekt von 80 – 100% überzeugend. Für Kinder ist ein modifiziertes Ultrarushprotokoll besonders geeignet. Die Gefahren einer Insektengiftallergie werden in der Bevölkerung und auch von vielen Ärzten immer noch unterschätzt.Correspondence to:
Dr. med. J.-O. Steiß
Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Feulgenstraße 12
D-35385 Gießen
Email: Jens-Oliver.Steiss@paediat.med.uni-giessen.de
Autorenreferate
7. Dermatologisches Alpenseminar. Allergologie, Berufs- und Umweltdermatologie
Mitteilungen
Bioresonanz – Pro und Kontra / Preisauschreibung Klaus-Kalveram-Preis / Immuntherapie schützt langfristig vor Asthma