Jahrgang 27, No. 10/2004(Oktober 2004)
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Allergologie
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Übersicht
Aktuelles zur Nahrungsmittelallergie bei atopischer Dermatitis
K. Breuer, A. Heratizadeh, A. Kapp und Th. Werfel
Abstract
K. Breuer, A. Heratizadeh, A. Kapp und Th. Werfel
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover
Nahrungsmittelallergien sind bei Patienten mit atopischer Dermatitis insbesondere im Kindesalter häufig und werden hier oft durch Grundnahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei, Sojabohne und Weizen ausgelöst. Während klassische Soforttypreaktionen recht häufig beobachtet werden, wird das Vorkommen oral provozierbarer ekzematöser Spätreaktionen im Sinne einer Exazerbation der atopischen Dermatitis nach wie vor kontrovers diskutiert. Wir haben daher anhand eines Kollektivs von 64 Kindern mit atopischer Dermatitis im Alter von 1 – 10 Jahren untersucht, inwieweit Ekzemverschlechterungen durch die oben genannten Nahrungsmittel ausgelöst werden können. In diesem Zusammenhang wird die relevante Literatur der letzten Jahre diskutiert. Insgesamt fielen 46% der Nahrungsmittelprovokationen positiv aus. Es kam bei 43% der positiv ausfallenden Provokationen zu alleinigen Soforttypreaktionen, während in 12% der Fälle alleinige Ekzemverschlechterungen beobachtet wurden. Bei 45% der positiven Provokationen manifestierte sich zunächst eine Soforttypreaktion mit darauffolgender Ekzemverschlechterung. Eine Korrelation der Provokationsergebnisse mit dem nahrungsmittelspezifischen IgE und den Resultaten von Atopie-Patchtesten ergab eine relativ geringe Zuverlässigkeit von In-vitro- und Hauttesten insbesondere für die ekzematösen Spätreaktionen. Aus diesem Grunde erscheinen doppelblinde plazebokontrollierte Provokationstestungen nach wie vor unverzichtbar für die akkurate Diagnosestellung der Nahrungsmittelallergie bei Patienten mit atopischer Dermatitis.Correspondence to:
Dr. med. Kristine Breuer
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Medizinische Hochschule Hannover
Ricklinger Straße 5
D-30449 Hannover
Email: breuer.kristine@mh-hannover.de
Kasuistik
Berufsbedingte allergische Rhino-konjunktivitis, Proteinkontaktdermatitis, Asthma bronchiale und Kontakturtikaria auf Rinderallergene bei einer Landwirtin
R. Spiewak
Abstract
R. Spiewak
Instytut Medycyny Wsi, Lublin, Polen, und Vrije Universiteit, VUmc Dermatologie, Amsterdam, Niederlande
Vorgestellt wird eine 40-jährige Landwirtin mit seltener Koexistenz von 4 allergischen Berufskrankheiten, alle verursacht durch eine Soforttyp-Allergie auf Rinderallergene (Bos domesticus). Die ersten Beschwerden verspürte sie nach 6 Jahren Arbeit auf einem Bauernhof. Die allergischen Manifestationen traten in der Reihenfolge Rhinitis, Proteinkontaktdermatitis, Asthma, Konjunktivitis und Kontakturtikaria auf. Der Zeitabstand zwischen dem Auftreten der ersten und der letzten allergischen Symptome betrug 9 Jahre. Pricktests mit Aeroallergenen, Haus- und Nutztieren sowie landwirtschaftlichen Stäuben fielen negativ aus, das Gesamt-IgE (90 kU/l) war im Normbereich. Intrakutanteste mit Rinderepithelien waren positiv, ebenso die bronchiale Provokation. Spezifisches IgE wurde gegen Rinderepithelien (CAP Klasse 3), aber nicht gegen Rinderserum (CAP 0) festgestellt. Eine Sensibilisierung auf Ziegennepithel (i.c. positiv, CAP 2) wurde als Kreuzreaktion interpretiert, da die Patientin keinen Kontakt mit Ziegen hatte. Der Artikel enthält auch eine Übersicht von bekannten Allergenquellen und Berufen, in denen Rinderallergie vorkommen kann.Correspondence to:
Dr. habil. med. R. Spiewak
Dermatologie VUmc
Kamer 4 D 24.2
de Boelelaan 1117
NL-1081 HV Amsterdam
Email: r.spiewak@vumc.nl
Serie: Primäre Immundefekte
Hyper-IgE-Syndrome
E. Renner, B. Belohradsky und B. Grimbacher
Abstract
E. Renner, B. Belohradsky und B. Grimbacher
Tagungsthema: Notfälle in der Allergologie
12. Bad Saarower Herbsttagung des Verbandes der Allergologen Brandenburgs e.V. mit Arzthelferinnenseminar
Priv. Doz. Dr. D. Stiller
Abstract
Priv. Doz. Dr. D. Stiller
Mitteilungen