Jahrgang 27, No. 8/2004(August 2004)
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Allergologie
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Übersicht
Die Rolle dendritischer Zellen bei der atopischen Dermatitis
N. Novak, T. Bieber und J.-P. Allam
Abstract
N. Novak, T. Bieber und J.-P. Allam
Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Die atopische Dermatitis (AD) stellt eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung dar, die durch ein klassisches klinisches Erscheinungsbild und typisch lokalisierte Hautläsionen charakterisiert ist, die die Diagnosestellung oft sehr eindeutig machen. Im Gegensatz dazu sind die der AD zugrundeliegenden genetischen sowie pathophysiologischen Mechanismen noch weitgehend unklar. Angespornt durch diese Herausforderung hat es sowohl auf klinischer als auch auf wissenschaftlicher Ebene in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der Aufdeckung der Ursachen der Erkrankung gegeben. Die AD ist eine biphasische Erkrankung, die durch eine initiale Th2-dominierte Phase und eine Spätphase gekennzeichnet ist, die eher von Immunmechanismen vom Th1-Typ beherrscht wird. Bislang konnten 2 verschiedene, den hochaffinen IgE-Rezeptor (FceRI) tragende dendritische Zellen (DZ) in der läsionalen Haut der Patienten mit AD nachgewiesen werden: FceRI+-Langerhanszellen (LZ) und FceRI+-inflammatorische dendritische epidermale Zellen (IDEC). Man nimmt an, daß LZ und IDEC in unterschiedlichem Maße T-Zellimmunantworten auslösen können und daher möglicherweise auch in verschiedener Weise zum biphasischen Charakter der AD beitragen. Im Gegensatz zu den myeloiden LZ und IDEC, sind die plasmazytoiden DZ – die, wie wir kürzlich zeigen konnten, auch den hochaffinen IgE-Rezeptor auf ihrer Zelloberfläche tragen und eine große Rolle bei der Abwehr von Virusinfektionen spielen – nur in geringen Mengen in der Haut der Patienten mit AD nachweisbar, während die Menge dieser Zellen im Blut von AD-Patienten höher liegt als bei den Kontrollen. Man vermutet daher, daß FceRI-tragende DZ-Subtypen in der Haut und im Blut der Patienten mit AD eine entscheidende Rolle im komplexen pathophysiologischen Wechselspiel der AD spielen. Correspondence to:
PD Dr. med. Natalija Novak
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Sigmund-Freud-Straße 25
D-53105 Bonn
Email: Natalija.Novak@ukb.uni-bonn.de
Übersicht
Staphylococcus-aureus-Enterotoxine bei Atemwegserkrankungen
T. van Zele, P. Gevaert, L. de Schrijver, P. van Cauwenberge und C. Bachert
Abstract
T. van Zele, P. Gevaert, L. de Schrijver, P. van Cauwenberge und C. Bachert
HNO-Universitätsklinik, Gent
Staphylococcus aureus ist ein häufig anzutreffender Keim im Bereich der oberen Atemwege und kann unter geeigneten Umständen Enterotoxine produzieren, die sich durch ihre superantigenen Eigenschaften auszeichnen. Die klassischen Enterotoxine SEA-E und TSST-1 aktivieren T- und B-Zellen, eosinophile Granulozyten und Epithelzellen und sind in der Lage, eine polyklonale Immunantwort einschließlich der Synthese von IgE-Antikörpern sowie eine eosinophile Entzündungsreaktion zu induzieren. Wir haben zeigen können, daß Nasenpolypen häufig durch Staphylokokken kolonisiert sind, die eine lokale Immunreaktion hervorrufen und zu einer deutlichen Verstärkung der eosinophilen Entzündung führen. Der Nachweis von IgE-Antikörpern gegen Enterotoxine im Polypengewebe kann als Nachweis der Immunreaktion dienen. Damit kommt den Enterotoxinen wahrscheinlich eine bedeutende Rolle bei dieser oft schwer zu therapierenden Erkrankung zu. Untersuchungen bei Patienten mit schwerem, steroidpflichtigem Asthma haben neuerdings ergeben, daß IgE-Antikörper gegen Staphylokokken-Enterotoxine auch bei diesem Krankheitsbild im Serum nachzuweisen sind und zur Entzündungsreaktion beitragen könnten. Damit scheinen diese Enterotoxine auch bei Atemwegserkrankungen eine wesentliche, zumindest modulierende Rolle zu spielen.Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
Kliniekhoofd
HNO-Universitätsklinik
De Pintelaan 185
B-9000 Ghent
Email: claus.bachert@ugent.be
Übersicht
“Neue” Kontaktallergene – eine kurze Literaturübersicht
W. Aberer, Ch. Schuster und B. Kränke
Abstract
W. Aberer, Ch. Schuster und B. Kränke
Universitäts-Hautklinik, Graz
Trotz ständig verfeinerter Techniken zur Erkennung des allergenen Potentials einer Substanz vor Markteinführung, trotz strengerer Regeln für deren Einsatz und trotz verfeinerter Überwachungssysteme ist die Zahl der Erstbeschreibungen von Kontaktallergenen ungebrochen hoch. Neue Allergene und neue Einsatzgebiete bekannter Allergene ergeben ständig ändernde Expositionsmöglichkeiten. In dieser Übersicht sollen ausgewählte Berichte aus der allergologischen Literatur der vergangenen 3 Jahre aufzeigen, daß die Arbeit des Allergologen bei der Suche nach den Auslösern eines Ekzems umfassendes und ständiges Beschäftigen mit der einschlägigen Literatur einerseits und detektivische Neugierde andererseits erfordert. Correspondence to:
Univ.-Prof. Dr. med. W. Aberer
Universitäts-Hautklinik
Auenbruggerplatz 8
A-8036 Graz
Email: werner.aberer@meduni-graz.at
Serie: Primäre Immundefekte
Hyper-IgM-Syndrom
G. Horneff und N. Wagner
Abstract
G. Horneff und N. Wagner
Oldenburg, 27. – 28. August 2004
22. Allergiesymposium für Kinderärzte
Prof. Dr. J. Seidenberg
Abstract
Prof. Dr. J. Seidenberg
Mitteilungen