Jahrgang 26, No. 2/2003(Februar 2003)
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Allergologie
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Originalarbeit
Charakterisierung von allergenen 2S-Albumin-Isoformen in Samen von Ricinus communis
O.L.T. Machado, J.A. Marcondes, F. de Souza-Silva, E. Hansen
Abstract
O.L.T. Machado1, J.A. Marcondes1, F. de Souza-Silva1, E. Hansen2,
1Laboratório de Química e Função de Proteínas e Peptídeos, 2Laboratório de Biotecnologia, 3Laboratório de Biologia do Reconhecer, Universidade Estadual do Norte Fluminense, Campos dos Goytacazes-RJ, Brazil, 4Instituto de Química, Universidade Fed
Rizinusallergene lösen im Menschen Typ-I-Allergien aus. Normalerweise sind die Patienten den Allergenen am Arbeitsplatz ausgesetzt, oder dadurch, daß sie in der Nähe von rizinusverarbeitender Industrie wohnen. Asthmaanfälle, die epidemisches Ausmaß annehmen können, wurden bei arbeitsplatzbedingten Allergien festgestellt. Darüber hinaus gibt es Hinweise, daß Ricinus communis allergische Symptome auch bei Individuen hervorrufen kann, die nur gelegentlich in Kontakt mit Rizinussamen oder -pollen gekommen sind. Zwei Formen der Rizinusalbuminallergene wurden ausführlich beschrieben: Ric c 1 und Ric c 3. In der vorliegenden Arbeit beschreiben wir die Isolierung und Charakterisierung von 2S-Albumin-Isoformen aus Rizinussamen. Mindestens 9 verschiedene, biochemisch verwandte 2S-Albumin-Polypeptide wurden identifiziert. Das allergene Potential dieser Albuminfraktionen wurde mittels PCA-Tests und ELISA analysiert. 7 der 9 Fraktionen zeigten eine deutliche biologische Aktivität, die der des 2S-Albumin-Gesamtproteins ähnelt. Unsere Ergebnisse verdeutlichen die große Varietät der allergenen Albumin-Isoformen in Rizinussamen und können dazu beitragen, die Verläßlichkeit der Diagnose von allergenen Krankheiten in vitro und in vivo zu verbessern.Correspondence to:
Dr. med. Olga L. T. Machado
Laboratório de Química e
Função de Proteínas e Peptídeos
Centro de Biociências e
Biotecnologia (LQFPP/CBB/UENF)
Av. Alberto Lamego 2000
Horto, 280115-620
Campos dos Goytacazes
Rio de Janeiro, Brazil
Empfehlungen
Empfehlungen zur Diagnose und Therapie der Sinusitis und Polyposis nasi
C. Bachert, K. Hörmann, R. Mösges, G. Rasp, H. Riechelmann, R. Müller, H. Luckhaupt, B.A. Stuck und C. Rudack
Abstract
C. Bachert, K. Hörmann, R. Mösges, G. Rasp, H. Riechelmann, R. Müller, H. Luckhaupt, B.A. Stuck und C. Rudack
Sektion HNO der DGAI, Arbeitsgemeinschaften der DG-HNO: 1Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin, 2Endoskopie, 3Infektiologie, *Vorsitz; HNO-Klinik, Universität Gent, Belgien, HNO-Klinik, Universität Mannheim, Abteilung für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Universität Köln, HNO-Klinik, Klinikum Großhadern, Universität München, HNO-Klinik, Universität Ulm, HNO-Klinik, Universität Dresden, HNO-Klinik, Klinikum Dortmund, HNO-Klinik, Universität Münster
Correspondence to:
Prof. Dr. med. C. Bachert
HNO-Klinik
Universitätskrankenhaus Gent
De Pintelaan 185
B-9000 Gent
Kasuistik
Anaphylaktische Reaktion auf Multivitamin-Brausetabletten bei Gelatineunverträglichkeit
T. Burgdorff, C. Abels, M. Landthaler und W. Stolz
Abstract
T. Burgdorff1, C. Abels1, M. Landthaler1 und W. Stolz2
1Dermatologische Klinik und Poliklinik, Universität Regensburg,
Wir berichten über eine 41-jährige Patientin, bei der es nach Trinken einer in Wasser gelösten Multivitamin-Brausetablette zum Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion mit generalisierter Urtikaria, Atemnot und Gesichtsschwellung kam. Nachdem die Prick-zu-Prick-Testung der Multivitamin-Brausetablette eine zweifach positive Reaktion erbrachte, konnte in weitergehenden Prick-zu-Prick-Testungen der einzelnen Inhaltsstoffe eine positive Reaktion auf die in der Brausetablette enthaltene und nicht deklarierte Schweinegelatine eruiert werden. Anaphylaktische Reaktionen auf Gelatine sind hauptsächlich nach der Gabe von Plasmaexpandern und verschiedenen Impfstoffen beschrieben. Neben der anfänglich vermuteten unspezifischen Histaminliberation als einzige Ursache, wurden immer wieder Typ-I-Sensibilisierungen gegen Gelatine beschrieben. Nach oraler Applikation von Gelatinehaltigen Medikamenten und Nahrungsmitteln sind bisher nur selten anaphylaktische Reaktionen beobachtet worden. Möglicherweise führt die Denaturierung der Gelatine im Gastrointestinaltrakt zu einem Verlust der Allergenität. Trotzdem sollte bei unklaren anaphylaktischen Reaktionen auf Medikamente und Nahrungsmittel auch an eine mögliche Gelatineallergie gedacht werden, besonders da es sich bei Gelatine um einen nicht deklarierungspflichtigen Zusatzstoff handelt.Correspondence to:
Dr. med. T. Burgdorff
Dermatologische Klinik und Poliklinik
Universität Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
D-93053 Regensburg
Serie
Prävention iatrogen bedingter anaphylaktischer Reaktionen
W.-H. Boehncke und S. Ahlbach
Abstract
W.-H. Boehncke1 und S. Ahlbach2
1Zentrum der Dermatologie und Venerologie, 2Zentrum der Inneren Medizin, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Im Rahmen der praktischen allergologischen Tätigkeit haben Hauttestungen und spezifische Immuntherapie (SIT) einen festen Platz. Trotz der inzwischen hervorragenden Qualität der in diesem Zusammenhang verwendeten Präparate besteht weiterhin die Gefahr der Auslösung anaphylaktischer Reaktionen. Die Analyse von im Zusammenhang mit Hauttests und SIT aufgetretenen Allgemeinreaktionen hat zur Identifikation einiger wesentlicher Risikofaktoren geführt. Zu den wichtigsten dieser Faktoren zählen ein allergisches Asthma, b-Blocker als Begleitmedikation, Phasen saisonaler Exazerbation der klinischen Symptomatik, hoher Sensibilisierungsgrad gegenüber Risikoallergenen, die Durchführung einer Schnell-Hyposensibilisierung sowie Behandlungsfehler; diese betreffen Ablauf (Hauttests), Dosierung oder Applikation (SIT). Aus diesen Erkenntnissen lassen sich Richtlinien ableiten, welche das Risiko iatrogener anaphylaktischer Reaktionen durch Hauttests oder SIT minimieren.Correspondence to:
Prof. Dr. med. W.-H. Boehncke
Zentrum der Dermatologie und Venerologie
Klinikum der
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Theodor-Stern-Kai 7
D-60590 Frankfurt