Jahrgang 24, No. 2/2001(Februar 2001)
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Allergologie
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Übersicht
Fexofenadin als Antihistaminikum der neueren Generation
U. Amon und Anja Zöllinger
Abstract
U. Amon und Anja Zöllinger
Interdisziplinäres Therapiezentrum PsoriSol GmbH, Fachklinik für Dermatologie und Allergologie, Hersbruck
Fexofenadin zählt zu den Antihistaminika der 2. Generation. Es ist in Deutschland zur Behandlung der saisonalen Rhinitis allergica und der Urtikaria zugelassen, wobei die Wirksamkeit in verschiedenen randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studien nachgewiesen wurde. Die Wahrscheinlichkeit, daß es unter Fexofenadin zum Auftreten kardiotoxischer Nebenwirkungen kommt, ist als äußerst gering einzuschätzen. Da die Metabolisierung nicht über Cytochrom P 450 erfolgt, ist primär von keiner Interaktion mit anderen Medikamenten auszugehen. Fexofenadin weist eine hohe Alltagstauglichkeit auf, indem es die psychomotorische Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Schließlich hat die Substanz antiinflammatorische Eigenschaften, die einen modernen Ansatz in der Allergietherapie darstellen. Die vorliegende Übersichtsarbeit faßt den Status quo der entsprechenden klinischen und experimentellen Studien zusammen.Correspondence to:
PD Dr. med. U. Amon
Interdisziplinäres Therapiezentrum PsoriSol GmbH
Fachklinik für Dermatologie und Allergologie
Mühlstraße 31
D-91217 Hersbruck
Übersicht
Therapie der physikalischen Urtikaria: Antihistaminika und Alternativen
B.M. Henz, K. Hartmann und B. Hermes
Abstract
B.M. Henz1, K. Hartmann2 und B. Hermes3
1Abteilungen für Dermatologie und Allergologie, Charité, Campus Virchow, Humboldt-Universität, Berlin, 2Universitätsklinik, Köln, 3Krankenhaus Neukölln, Berlin
Wichtigste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung der physikalen Urtikaria sind die exakte Diagnose des spezifischen Subtyps, eine gründliche Aufklärung des Patienten, damit er auslösende Reize möglichst meidet, und der Ausschluß von behandelbaren, möglicherweise die Symptomatik unterhaltenden anderen Krankheiten. Bei der Kälteurtikaria lohnt sich zudem bei mehr als der Hälfte der Patienten eine Behandlung mit Penizillin oder Tetrazyklinen, obwohl deren Wirkung unklar ist. Den meisten Patienten ist auch mit einer symptomatischen Behandlung mit Antihistaminika geholfen, evtl. in höherer Dosierung, dem Rest zumeist mit anderen Antiphlogistika. Bei ausgeprägter cholinergischer Urtikaria kann Cetirizin in Kombination mit Danazol hilfreich sein. Die schwer behandelbare verzögerte Druckurtikaria spricht gelegentlich auf Dapson oder Sulfasalazin an, diätetische Maßnahmen können aber auch Linderung bringen. Bei der Licht- und Kälteurtikaria kann eine kurzfristig anhaltende Toleranz induziert und bei der cholinergischen Urtikaria die Refraktärzeit gezielt genutzt werden. Mit diesen vielfachen therapeutischen Möglichkeiten gestaltet sich die Behandlung der physikalischen Urtikaria für Patient und Arzt zumeist gleichermaßen zufriedenstellend.Correspondence to:
Prof. Dr. med. B.M. Henz
Abteilung für Dermatologie und Allergie
Charité, Campus Virchow
Humboldt-Universität
Augustenburgerplatz 1
D-13344 Berlin
Übersicht
Campari-/Karmin-/Cochenille-Allergie. Farbstoffe in Lebensmitteln, Medikamenten und Kosmetika
F. Steurich und R. Feyerabend
Abstract
F. Steurich1 und R. Feyerabend2
1Internist, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie, Umweltmedizin, Wallerfangen, 2Dipl.-Ing., Techn. Chemie, Blieskastel
Der Fall einer Allergie auf Campari wird vorgestellt. Campari wird mit Karmin gefärbt, einem natürlichen Farbstoff (E 120). Es gibt weiterhin Cochenille-Rot A (E 124), einen synthetischen Farbstoff von gleicher Farbe und Indigo-Karmin (E 132), einen weiteren künstlichen Farbstoff. Vor allem gegen Karmin sind Allergien bekannt, oft auch berufsbedingt, mit schweren Krankheitsbildern. Die Sensibilisierung geschieht oral, inhalativ oder über die Haut. Auch allergische Alveolitiden nach Karmin wurden beobachtet. Cochenille-Rot A (E 124) und Indigo-Karmin (E 132) verursachen auch Allergien. Mag die Häufigkeit von Allergien/Intoleranzreaktionen in der Bevölkerung auch recht gering sein, so ist der beunruhigendste Aspekt des Problems, daß man nichts weiß über die Langzeitwirkung kleiner Dosen dieser Substanzen, die sich während des gesamten Lebens im Körper akkumulieren. Diese Stoffe kommen rezeptfrei in sehr vielen Produkten vor, auch für Säuglinge und Kleinkinder, ohne komplette Informationen über alle Inhaltsstoffe. Eine genaue Deklaration der Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, Medikamenten und Kosmetika ist unerläßlich. Patienten mit bekannten Allergien und vorangegangener Schocksymptomatik benötigen zur Selbsthilfe Notfallmedikamente. Adrenalin ist hier das Mittel der Wahl.Correspondence to:
Dr. med. F. Steurich
Estherstraße 8
D-66798 Wallerfangen
Kasuistik
Gleichzeitiges Auftreten verschiedener T-Zellklone bei kutanem T-Zell-Lymphom
K. Drzimalla, H.-U. Simon, S. Borelli und D. Simon
Abstract
K. Drzimalla1, H.-U. Simon2,3, S. Borelli1 und D. Simon1,4
1Klinik für Dermatologie und Allergie (Alexanderhausklinik), Davos, 2Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF), Davos, 3Pharmakologisches Institut und 4Dermatologische Klinik, Universität Bern
Wir berichten über einen 57-jährigen Patienten mit Sézary-Syndrom. Die klinische Verdachtsdiagnose konnte durch die Immunphänotypisierung der Lymphozyten im peripheren Blut und später auch durch die histologische Untersuchung der Hautveränderungen gesichert werden. Im Gegensatz zu bisher publizierten Fällen fanden wir bei diesem Patienten nicht nur einen Klon, sondern konnten vier immunphänotypisch atypische T-Zellklone identifizieren. Die Klonalität wurde über den Nachweis gleicher Vb-Ketten des T-Zellrezeptors gesichert.Correspondence to:
Prof. Dr. med. H.-U. Simon
Pharmakologisches Institut
Universität Bern
Friedbühlstraße 49
CH-3010 Bern
Leitlinie
Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie. Positionspapier der Arbeitsgruppe Insektengiftallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI)
Franziska Ruëff, B. Przybilla, T. Fuchs, H. Gall, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf
Abstract
Franziska Ruëff, B. Przybilla, T. Fuchs, H. Gall, J. Rakoski, W. Stolz und D. Vieluf